Simulation: So hoch wird das Windrad!

Mit einer interessanten Aktion (Fotos dazu im Artikel) zeigen heute (05.10.19) das Bürgerforum Gladbeck und der Aeroclub Nordrhein-Westfalen den Gladbecker Bürgern wie hoch das auf der Mottbruchhalde geplante Windrad werden soll. Dazu wurde heute gegen Mittag ein Ballon gestartet, der an einem exakt 200 Meter langen Seil befestigt ist. Das Ganze geschah auf der ca. 100 Meter hohen Mottbruchhalde in Gladbeck-Brauck. Bis in die Abendstunden soll der, nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtete, Ballon von vielen Stellen in Gladbeck gut sichtbar sein.

Der Ballon hat leider nur einen Durchmesser von 3,70 Metern. Deshalb wird man ihn von manchen Stellen aus nicht sehen. Wie groß das Windrad tatsächlich wird, können Sie hier sehen.

Das Foto zeigt den Ballon in 300 Meter Höhe, links vom Pfeil.

Mitglieder des Bürgerforums und des Aeroclubs NRW bereiten den Ballonstart vor.

Das Bürgerforum dazu: „Damit wollen wir interessierten Bürgern und Anwohnern deutlich machen, welche optischen Auswirkungen das auf der Halde geplante Windrad haben wird. Das Bürgerforum und der Aeroclub betonen ausdrücklich, mit der Aktion die Windkraft als alternative Energiequelle zu befürworten. Gerade deswegen dürften maximal dimensionierte Windkraftwerke nicht nahe an dichten Wohngebieten realisiert werden, wo sie wegen der damit verbundenen Einschränkung von Lebens- und Wohnqualität vieler Menschen von den Anwohnern abgelehnt werden. Wenn Vorschriften zum Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarer Belästigung nicht eingehalten werden, kann eine Akzeptanz der Windkraft nicht erreicht werden.“

Die Mitglieder beider Vereine bei den Vorbereitungen des Ballonstarts.

Gegen 14 Uhr trafen sich Mitglieder beider Vereine am Kreisverkehr Rossheidestraße/Horster Strasse
um von dort aus die Aktion in Augenschein zu nehmen.

Politisches Spiel mit gezinkten Karten?
In einem höchst strittigen Verfahren hat der SPD-Landrat des Kreises Recklinghausen gegen den erklärten Willen der Stadt Gladbeck und des Stadtrates das 200 Meter-Windrad nicht nur genehmigt, sondern auch die Möglichkeit des sofortigen Vollzugs angeordnet. Das heißt, die Betreibergesellschaft muss nicht die Entscheidung eines Gerichtes abwarten (das kann Jahre dauern), sondern, wenn sie will, sofort mit dem Bau des Windrades beginnen. Kurioser Weise klagt die Stadt Gladbeck gegen das Windrad, aber nicht gegen die Anordnung des sofortigen Vollzugs. Die Klage gegen das Windrad hat keine aufschiebende Wirkung! Beobachter sehen in diesem Verhalten die Möglichkeit, dass die Entscheidungsträger es mit der Verhinderung des Windrades doch nicht so ernst meinen, wie sie es der Öffentlichkeit glauben machen wollen.

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