Zwei Schrottimmobilien stehen weiter rum

Zwei Schrottimmobilien stehen weiter rum Wie oft wurde schon versprochen, dass es mit dem Hochhaus Schwechater Straße 38 in Rentfort-Nord endlich vorbei ist? Versprochen wurde es seit mehr als 10 Jahren vor jeder Wahl. Im Frühjahr kündigte die SPD sogar eine Abrissparty an. In zwischen ist es wieder still geworden um das 14-Stockwerke-Haus. Nur ein durchgeknallter Jugendlicher sorgte noch einmal für Aussehen, als er Steine von oben herab warf und eine Mutter mit Kind knapp verfehlte. Im Juli 2019 wurde noch ganz großspurig verkündet, dass das Unternehmen Implementum (das auf Hoch 10 gebaut hat) die Schrottimmobilie übernehmen wird. Zu den Abrisskosten wird die Stadt Gladbeck 920.000 Euro zuschießen - wenn es allerdings teuerer wird, gibt es eine Nachschußpflicht für die Stadt. In den Medien wurde allerdings die Einschätzung der Stadt Gladbeck "verkauft". Der Artikel erschien um 16:34 Uhr. Im Haupt- und Finanzausschuss begann der Tagesordnungspunkt erst um 16:50 Uhr und endete gegen 19:00 Uhr. Manchmal kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, als hätte das Presseamt der Stadt einen direkten Zugang zum Layoutprogramm der Tageszeitung.
Schrottimmobilien „Erlenkrug“ und „Schwechater Straße 38“. Oft wurden Lösungen versprochen, doch nichts tut sich.

Wie oft wurde schon versprochen, dass es mit dem Hochhaus Schwechater Straße 38 in Rentfort-Nord endlich vorbei ist? Versprochen wurde es seit mehr als 10 Jahren vor jeder Wahl. Im Frühjahr kündigte die SPD sogar eine Abrissparty an. In zwischen ist es wieder still geworden um das 14-Stockwerke-Haus. Nur ein durchgeknallter Jugendlicher sorgte noch einmal für Aufsehen, als er Steine von oben herab warf und eine Mutter mit Kind knapp verfehlte.

Im Juli 2019 wurde noch ganz großspurig verkündet, dass das Unternehmen Implementum (das auf Hoch 10 gebaut hat) die Schrottimmobilie übernehmen wird. Zu den Abrisskosten wird die Stadt Gladbeck 920.000 Euro zuschießen – wenn es allerdings teuerer wird, gibt es eine Nachschußpflicht für die Stadt. Eine Obergrenze steht nicht fest.

Hochhaus Schwechater Straße 38
Schrottimmobilie Schwechater Straße 38

In den Medien wurde allerdings die Einschätzung der Stadt Gladbeck „verkauft“. Der Artikel erschien um 16:34 Uhr. Im Haupt- und Finanzausschuss begann der Tagesordnungspunkt erst um 16:50 Uhr und endete gegen 19:00 Uhr. Manchmal kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, als hätte das Presseamt der Stadt einen direkten Zugang zum Layoutprogramm der Tageszeitung.

Erlenkrug
Schrottimmobilie Erlenkrug

Anderes Haus, gleiches Thema. Die Schrottimmobilie Buersche Straße/Erlenstraße. Im Juli 2019 sorgte das Gebäude für Aufsehen, weil es im Hof brannte und eine dicke Rauchwolke über Gladbeck-Ost lag. Dort gestapelte Tannenbäume waren in Brand geraten. Eine gefährliche Situation, aber auch ein gefundenes Fressen für die Stadtverwaltung und insbesondere den Presseamtsleiter. Die Stadt tönte groß, dass sie den Eigentümer jetzt zwingen werde das Haus und die Ladenzeile fertig zu stellen. Sogar von einem Zwangsgeld und von Enteignung war die Rede. Zuletzt im Februar 2020 war von einem Sanierungsgebot die Rede. Seitdem ist sozusagen „tote Hose“.

Ist es wirklich so schwer Lösungen zu finden und umzusetzen? Die Drohgebärden der letzten Jahre lassen die Stadtverwaltung wie einen zahnlosen Tiger wirken. Es reiche nicht, dass einmal eine Kelle in die Hand genommen wird, und dann passiere wieder Jahre nichts mehr, so der Stadtsprecher. Man werde genau auf das Einhalten aller Fristen achten. Jetzt haben wir Ende Juni und passiert ist wieder nichts.

Eigentlich ist es verwunderlich, dass aktuell nichts angekündigt wird, denn in weniger als drei Monaten sind Kommunalwahlen.


Im September 2020 sind Kommunal-, Kreistags- und Bürgermeisterwahlen. Fragen Sie doch mal die KandidatInnen der verschiedenen Parteien nach ihren Vorstellungen zur Lösung dieser Probleme.

4 Kommentare

  1. UND aus Zweckel lässt inzwischen die Schlägel&Eisen GMBH Projekt grüßen ; Seit Anfang 2020 liegt die Abbruch-Baustelle still !Die Ratten freuen sich schon tagsüber ! Ob sich die Investoren an der -nicht – AWO das finanzielle Genick gebrochen haben ?? Das ewige warten auf AWO Bochum und ihre SPD Getreuen aus Gladbeck ?!! Denn die Mär wegen der Fledermäuse und dessen Nachwuchs, konnte Politik wohl nur den Kleinkindern in Zweckel erzählen.

  2. zu Thema Erlenkrug:
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-11/leerstand-wohnungsmarkt-wohnungspolitik-immobilien/komplettansicht

    Auszüge :

    „Wenn Wohnraum zu anderen als Wohnzwecken genutzt wird“, zitiert er aus dem Gesetz, könne das im Maximalfall mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro geahndet werden.

    Wenn ein Eigentümer seinen Wohnraum unbegründet länger als drei Monate leer stehen lasse, ist das schon eine Zweckentfremdung. Ein Missstand qua Gesetz also.

    Seit der Neufassung des Zweckentfremdungsverbots im Jahr 2018 gibt es immerhin die Möglichkeit, nicht nur Strafzahlungen zu verhängen.

    Auch ein Treuhänder kann eingesetzt werden, der das Wohnhaus gegen den Willen des Eigentümers saniert,
    „zur Wiederzuführung des Wohnraums zu Wohnzwecken“,

    so steht es im Gesetz.

    Danach kann der Eigentümer das Haus wieder übernehmen, wenn er die Sanierungskosten begleicht. Ansonsten folgt die Zwangsversteigerung.

    Diese Info liegt nicht nur unserer Verwaltungsspitze vor sondern auch unserer „Tageszeitung“ ; wird nur nicht verwertet; von Beiden – n i c h t – ;

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