SV Zweckel wandert ab nach Scholven

Gladbeck: SV Zweckel wandert ab nach Scholven Seit Jahren steht fest: am bisherigen Standort kann die Sportanlage des SV nicht modernisiert werden. Planungs- und baurechtliche Bestimmungen lassen das nicht zu. Mehrere Jahre wurde nach einer Ausweichfläche gesucht und jetzt auch gefunden - allerdings in der Nachbarstadt Gelsenkirchen. Auch wenn der neue Standort direkt an der Grenze zu Gladbeck liegt, ist es doch ein Novum, dass ein Traditionsverein wie der SV Zweckel das Stadtgebiet verlässt. Die bestehende Gelsenkirchener Sportanlage an der Baulandstraße in Scholven wird zu einer gemeinsamen Spielstätte für den SV Zweckel und Hansa Scholven. Wer den Scheideweg bis zum Ende durchfährt, an der Gaststätte "Zur Erholung" vorbei, sieht rechts einen Acker und links die bestehende Sportanlage von Hansa Scholven.
Die Beratungen sind abgeschlossen. Der SV Zweckel wird nach Gelsenkirchen „auswandern“.

Seit Jahren steht fest: am bisherigen Standort kann die Sportanlage des SV nicht modernisiert werden. Planungs- und baurechtliche Bestimmungen lassen das nicht zu. Mehrere Jahre wurde nach einer Ausweichfläche gesucht und jetzt auch gefunden – allerdings in der Nachbarstadt Gelsenkirchen.

Auch wenn der neue Standort direkt an der Grenze zu Gladbeck liegt, ist es doch ein Novum, dass ein Traditionsverein wie der SV Zweckel das Stadtgebiet verlässt. Die bestehende Gelsenkirchener Sportanlage an der Baulandstraße in Scholven wird zu einer gemeinsamen Spielstätte für den SV Zweckel und Hansa Scholven. Wer den Scheideweg bis zum Ende durchfährt, an der Gaststätte „Zur Erholung“ vorbei, sieht rechts einen Acker und links die bestehende Sportanlage von Hansa Scholven.

Die Sportanlage des Hansa Scholven liegt oben, auf Gelsenkirchener Gebiet. Der gelbe Acker unterhalb des Scheideweges liegt in Gladbeck.

Vom Herzen Zweckels an den Rand Gelsenkirchens

Bisher lag der Standort des SV Zweckel mitten im Herzen Gladbecks, an der Dorstener Straße. Die bald freiwerdenden Flächen dürften Begehrlichkeiten bei bekannten Baulöwen wecken. Sowohl der Ascheplatz zwischen Dorstener Str. und Winkelstraße, als auch der Rasenplatz zwischen dem Spielplatz an der Dorstener Str. und der ehemaligen Hauptschule Zweckel (deren Fläche bald auch bebaut wird), eignen sich hervorragend für eine Wohnbebauung.

Vielleicht nutzt auch die angrenzende AWO jetzt die neue Gelegenheit, ihr bei Schlägel und Eisen aufgegebenes Seniorenprojekt wieder aufleben zu lassen. Synergieeffekte lassen sich an der Dorstener Str. sicherlich erzielen.

Neue Chancen für die Stadtentwicklung

Viele neue Wohnungen bringen ein neues „Problem“ mit sich. Für Kinder braucht es weitere Kita- und auch Grundschulplätze. Die Politik sollte sich jetzt überlegen, ob es weiterhin sinnvoll erscheint, die Hermannschule (Grundschule) zu veräußern. Durch neue Wohnungsbebauungen an der Schlägel & Eisen-Siedlung, auf der Fläche der Hauptschule Zweckel und den beiden Flächen der Sportanlage des SV Zweckel entsteht ein nicht zu übersehender Bedarf.

Bei aller Trauer um den Verlust des SV Zweckel an der Stelle, incl. der Nachwuchsförderung aller Altersgruppen, ergeben sich mitten in Zweckel neue Chancen für eine Stadtentwicklung.

Grenze zu Essen verläuft durch das Tor

Dass Gladbecker Fußballplätze nicht (vollständig) auf Gladbecker Gebiet liegen müssen, ist seit Jahrzehnten geübte Praxis. Im Süden Gladbecks, am Busfortshof liegt der Platz von Schwarz-Blau Gladbeck. (siehe Foto). Schon immer verläuft dort die Grenze zu Essen genau durch die südliche Torlinie.

Gemerkt hat das keiner, schon gar nicht während der Spiele. Die Spielergebnisse wurden dadurch auch nicht beeinflusst. Wenn man (Stadt)Grenzen ignoriert schadet das niemandem.

Die Grenze zu Essen verläuft auf dem Platz von Schwarz-Gelb Gladbeck genau durch das südliche Tor.

1 Kommentar

  1. SV ZWECKEL: Wird ein Gladbecker Traditionsverein demontiert? Seit zig Jahren beanstandet der SV Zweckel die defekte Drainage. Wie gesagt seit Jahren. Somit bekam man auch keinen neuen Rasen. Zig Jahre, bis heute wurde der Rasenplatz immer nur ausgebessert. Da liegt mittelerweile mehr Sand auf dem Platz als auf einer Vollyball-Anlage. Was da in 20 Jahren an Geld für die Ausbesserungen ausgegeben wurde, dafür hätte man locker zwei Kunstrasenplätze bauen können, wobei der SV Zweckel sich noch mit 250.000 € beteiligen wollte. Der SV Zweckel wurde Jahre lang nur mit den Worten, wir werden schon eine LÖSUNG FINDEN, von der Stadt Gladbeck hingehalten. Alle Bemühungen des SV Zweckel hatten keinen Erfolg. Nachdem Schwarz-Blau der dritte Kunstrasenplatz zugesprochen wurde, hat man sich in der Ratssitzung darauf verständigt, dass der vierte Kunstrasenplatz in den Norden Gladbecks kommt und die Planungen parallel zu den Planungen für den Kunstrasenplatz von Schwarz-Blau laufen. Ich glaube jetzt nach den neuesten Informationen, dass für das Areal der Zweckeler Sportanlage ganz andere Planungen gelaufen sind, oder liege ich da falsch? Wahrscheinlich standen schon die ersten Investoren bei der Stadt Gladbeck auf der Matte?
    Ja liebe Mitbürger, erst kam das aus für die Turnhalle und das Lehrschwimmbecken in der Willy-Brandt-Schule und nun wird in Zukunft wohl auch die Zweckeler Sportanlage der Vergangenheit angehören. Wo der SV Zweckel dann sein 100 jähriges Vereinsjubiläum im Jahre 2023 feiern wird, steht wohl in den Sternen.
    Wenn wir Bürger vielleicht auch nichts mehr ändern können, aber eins bleibt uns, wenn die Landrats- und Kommunalwahlen anstehen, können wir mit unseren Stimmen eine andere Politik in Gladbeck herbeiführen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*