Stichwahl bleibt: Karten werden neu gemischt

tichwahl bleibt: Karten werden neu gemischt CDU und FDP hatten vor Monaten im Landtag beschlossen, die Bürgermeisterstichwahl wieder abzuschaffen. Man versprach sich davon wohl Vorteile bei der kommenden Kommunalwahl. Obwohl es in allen anderen Flächenländern Deutschlands die Stichwahl gibt, wollte NRW einen Sonderweg gehen. Das hätte bedeutet, dass bei der Bürgermeister oder Landratswahl mit z.B. sechs Kandidatinnen, der Sieger im ersten Wahlgang feststeht, auch wenn er nur 30 % der der Stimmen bekommt und alle anderen weniger. Gladbeck, Recklinghausen, Kommunalwahl, Stichwahl, Bürgermeister, LandratCDU und FDP hatten vor Monaten im Landtag beschlossen, die Bürgermeisterstichwahl wieder abzuschaffen. Man versprach sich davon wohl Vorteile bei der kommenden Kommunalwahl. Obwohl es in allen anderen Flächenländern Deutschlands die Stichwahl gibt, wollte NRW einen Sonderweg gehen. Das hätte bedeutet, dass bei der Bürgermeister oder Landratswahl mit z.B. sechs Kandidatinnen, der Sieger im ersten Wahlgang feststeht, auch wenn er/sie nur 30 % der Stimmen bekommt und alle anderen weniger.

SPD und Grüne haben vor dem NRW Verfassungsgerichtshof in Münster dagegen geklagt und heute (20.12.2019) Recht bekommen. Nun gehen die zwei BewerberInnen mit den meisten Stimmen wieder in eine Stichwahl – wie es bisher auch so war.

Für die schwarz-gelbe Landesregierung ist das eine juristische Klatsche.

Was bedeutet das für Gladbeck und den Kreis Recklinghausen?

Der SPD-Landratskandidat Hübner kann sich seiner Sache gar nicht mehr sicher sein. Die CDU hat den Halterner Bürgermeister ins Rennen geschickt, einen ausgewiesenen Verwaltungsfachmann. Und die FDP verzichtet zu dessen Gunsten auf einen eigenen Kandidaten. Die Grünen und die LINKEN werden in den nächsten Wochen eigene Kandidaten aufstellen und ganz rechts wird wahrscheinlich auch „gewildert“. Bei der letzten Stichwahl lag 2014 die SPD bei 54,1 % und die CDU bei 45,3 %. Der bundesweite Niedergang der SPD auf derzeit 11 bis 14 %, wird sich auch auf die Kommunalwahl auswirken.

Und in Gladbeck ist das Rennen ebenfalls offen. Die SPD hat mit Frau Weist ein unbeschriebenes Blatt aufgestellt. Vor Jahrzehnten gab es im Ruhrgebiet das geflügelte Wort, dass die SPD auch ein Verkehrsschild aufstellen könne. Solange SPD darauf stehtö, würde es gewählt. Hallo SPD! Die Zeiten haben sich geändert.

Bei der CDU sieht es nicht viel besser aus. Ihr Kandidat Drosdzol hat keinerlei Verwaltungserfahrung und ist weitgehend unbekannt. Nicht einmal Tennisvereinsvorsitzender ist er. Da hat die SPD-Kandidatin ihm etwas voraus. 😉 Da bisher zwei weitere Parteien FDP und Grüne schon Kandidaten aufgestellt haben und auch die LINKEN das tun wollen, ist auch in Gladbeck das Rennen völlig offen.

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