Stadtplakette nach Gutsherrenart

Gladbeck, 24.02.2020 Stadtplakette nach Gutsherrenart Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte der „Ehrenplakette der Stadt Gladbeck“ haben die Strategen der SPD im Rathaus die Verleihung einer Plakette abgelehnt, obwohl eine Ratsfraktion eineverdiente Persönlichkeit ordnungsgemäß vorgeschlagen hat. Dabei war die Qualifikation des Nominierten unstreitig. Seit Jahrzehnten ist er aus tief empfundener Mitmenschlichkeit immer an der ehrenamtlichen Front, wenn Menschen aus unserer Umgebung Hilfe brauchen. Engagiert und couragiert, selbstlos, bescheiden, grundlegend ehrlich, nie auf besondere Anerkennung oder Dank aus und auf Fotos selten in der ersten Reihe. Zum Verhängnis wurde dem Mann allerdings seine Zivilcourage. Nachdem er vor gut drei Jahren in einem persönlichen Brief an den Bürgermeister dessen grobe Unbotmäßigkeit bei der Leitung einer Ratssitzung mit sehr deutlichen Worten gerügt hat, zeigte Adressat Roland keinerlei Einsicht, sondernerstattete Strafanzeige wegen Beleidigung, die, kläglich für ihn, mit einem Freispruch erster Klasse endete. Die Justiz stoppte das Verfahren, weil der zu Unrecht beschuldigte Bürger in „Wahrung berechtigter Interessen“ gehandelt habe. Für Herr Roland war das aber immer noch kein Ende der leidigen Angelegenheit. Er verschickte, offenbar uneinsichtig und tief gekränkt wie ein kleines Kind, die schriftliche Justizentscheidung samt kritischen Anmerkungen an eine Vielzahl von Leuten. Unter Missachtung des Datenschutzes veröffentlichte er dabei die volle Privatadresse seines Gegners, vielleicht nach dem Motto: ihr sollt ruhig wissen, wo man diesen Menschen findet. Die deswegen gegen Herrn Roland erhobene Klage ist noch beim Verwaltungsgericht anhängig. Der Vorschlag zur Ehrenplakette war für Herr Roland und offenbar auch für die ihn tragenden SPD-Ratsherren eine späte Steilvorlage für die Rache am unbeliebten Kritiker. Ihre „Strafe“ ist jetzt die kleinmütige Ablehnung der Auszeichnung. Das zeigt: Herrn Roland und seinen Gesinnungs-Genossen kommt es nicht auf Verdienste von Menschen an, sondern auf deren Wohlwollen gegenüber der Parteiclique, die meint, Gladbeck mit solchen Spielchen beherrschen zu können. Fazit: o In Zukunft sollten Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt Gladbeck und ihrer BürgerInnen verdient gemacht haben, vielleicht nur noch dann für die Ehrenplakette vorgeschlagen werden, wenn sie auch dem Bürgermeister und der ihn tragenden SPD-Fraktion um Rathaus in besonderem Maße zugetan sind. o Es ist gut, dass der nicht zu politischer Entscheidung fähige Herr Roland die kommunalpolitische Bühne noch im laufenden Jahr verlässt. o Die Gladbecker sollten allerdings gewarnt sein vor dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, der die kleinmütige Ablehnung des Plakettenantrages mitgetragen hat. Auch ihm geht es letztlich nicht um eine Ehrung verdienter Bürger und um die Kontrolle der Verwaltung, sondern um den Schutz seiner Genossen vor noch so berechtigter Kritik. Er hat damit zum wiederholten Male gezeigt, dass er nicht für das Amt des Landrats taugt, für das er in der bevorstehenden Kommunalwahl kandidiert.Gastkommentar
Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte der „Ehrenplakette der Stadt Gladbeck“ haben die Strategen der SPD im Rathaus die Verleihung einer Plakette abgelehnt, obwohl eine Ratsfraktion eine verdiente Persönlichkeit ordnungsgemäß vorgeschlagen hat.

Dabei war die Qualifikation des Nominierten unstreitig. Seit Jahrzehnten ist er aus tief empfundener Mitmenschlichkeit immer an der ehrenamtlichen Front, wenn Menschen aus unserer Umgebung Hilfe brauchen. Engagiert und couragiert, selbstlos, bescheiden, grundlegend ehrlich, nie auf besondere Anerkennung oder Dank aus und auf Fotos selten in der ersten Reihe.

Zum Verhängnis wurde dem Mann allerdings seine Zivilcourage. Nachdem er vor gut drei Jahren in einem persönlichen Brief an den Bürgermeister dessen grobe Unbotmäßigkeit bei der Leitung einer Ratssitzung mit sehr deutlichen Worten gerügt hat, zeigte Adressat Roland keinerlei Einsicht, sondernerstattete Strafanzeige wegen Beleidigung, die, kläglich für ihn, mit einem Freispruch erster Klasse endete. Die Justiz stoppte das Verfahren, weil der zu Unrecht beschuldigte Bürger in „Wahrung berechtigter Interessen“ gehandelt habe. Für Herr Roland war das aber immer noch kein Ende der leidigen Angelegenheit. Er verschickte, offenbar uneinsichtig und tief gekränkt wie ein kleines Kind, die schriftliche Justizentscheidung samt kritischen Anmerkungen an eine Vielzahl von Leuten. Unter Missachtung des Datenschutzes veröffentlichte er dabei die volle Privatadresse seines Gegners, vielleicht nach dem Motto: ihr sollt ruhig wissen, wo man diesen Menschen findet. Die deswegen gegen Herrn Roland erhobene Klage ist noch beim Verwaltungsgericht anhängig.

Der Vorschlag zur Ehrenplakette war für Herr Roland und offenbar auch für die ihn tragenden SPD-Ratsherren eine späte Steilvorlage für die Rache am unbeliebten Kritiker. Ihre „Strafe“ ist jetzt die kleinmütige Ablehnung der Auszeichnung. Das zeigt: Herrn Roland und seinen Gesinnungs-Genossen kommt es nicht auf Verdienste von Menschen an, sondern auf deren Wohlwollen gegenüber der Parteiclique, die meint, Gladbeck mit solchen Spielchen beherrschen zu können. Fazit:

o In Zukunft sollten Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Stadt Gladbeck und ihrer BürgerInnen verdient gemacht haben, vielleicht nur noch dann für die Ehrenplakette vorgeschlagen werden, wenn sie auch dem Bürgermeister und der ihn tragenden SPD-Fraktion um Rathaus in besonderem Maße zugetan sind.

o Es ist gut, dass der nicht zu politischer Entscheidung fähige Herr Roland die kommunalpolitische Bühne noch im laufenden Jahr verlässt.

o Die Gladbecker sollten allerdings gewarnt sein vor dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, der die kleinmütige Ablehnung des Plakettenantrages mitgetragen hat. Auch ihm geht es letztlich nicht um eine Ehrung verdienter Bürger und um die Kontrolle der Verwaltung, sondern um den Schutz seiner Genossen vor noch so berechtigter Kritik. Er hat damit zum wiederholten Male gezeigt, dass er nicht für das Amt des Landrats taugt, für das er bei der bevorstehenden Kommunalwahl kandidiert.

3 Kommentare

  1. Tja, was dem Sonnenkönig nicht gefällt, wird nicht umgesetzt !

    Unser Bürgermeister Roland ist der Meinung, das Gladbeck ihm und seinen Parteigängern von der SPD gehört, ob sie sich da mal nicht täuschen? :-((

  2. So kann man eine schöne Sache kaputt machen. Wenn die Stadtplakette jetzt nur noch an diejenigen verliehen wird, die der SPD und Bürgermeister genehm sind, ist sie entwertet.
    Ab jetzt müssen sich die Geehrten fragen, ob ihnen die Stadtplakette oder die SPD- Plakette verliehen wird. Will man diese „Auszeichnung“ noch?

  3. Durch mehrere Studien bestätigt:

    Ein Beispiel aus FOCUS Online, Autorin Susanne Rytina
    https://www.focus.de/wissen/mensch/sprache/englisch-sprachkurs/tid-6775/persoenlichkeit_aid_65861.html

    AUSZUG AUS FOCUS ONLINE vom 25.02.2020
    „…Zartbesaiteten fällt es schwer, Kritik einzustecken. Dies bestätigen auch psychologische Studien.

    ….
    „Umgang mit Kritik
    Während Personen, die eine hohe Meinung von sich haben, gut mit Kritik umgehen können, fühlen sich Personen mit niedrigem Selbstwert von einem negativen Feedback bedroht. So suchten Testpersonen mit hohem Selbstwert an der Universität Washington eher das Gespräch mit Menschen, die bei der ersten Begegnung genau die Schwächen des Gegenübers erkannten, während Probanden mit niedrigem Selbstwert lieber mit Personen sprachen, die ihnen schmeichelten“….

    ENDE AUSZUG AUS FOCUS ONLINE vom 25.02.2020
    ——————————————-

    Die Stadtplakette verblasst durch so ein kindisches Ansinnen und wirkt wie ein Spielzeug eines schechten Verlierers. Ein seltsames Licht scheint da auf die Ernsthaftigkeit des Preises. Wenn die freie Meinung, deren Rechtmäßigkeit sogar von Gericht bestätigt wurde, in einem persönlich adressierten Brief, an die große Glocke gepetzt wird, dann ist es nicht das Problem des Verfassers, sondern desjenigen, der Datenschutz und Briefgeheimnis außer Kraft setzt und seine Macht benutzt und den Sinn eines öffentlichen Preises ad absurdum führt.

    Offensichtlich gibt es neben den wichtigen Probleme der Stadt noch genug Zeit um sich mit dem eigenen Ego zu befassen.

    Time to say goodby

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