Schlüters Glastor

Manfred Schlüters Entwurf eines Glastor zur Innenstadt

Manfred Schlüters Entwurf eines Glastores zur Innenstadt

Glastor: “Was ist eigentlich aus den groß angekündigten Stadttoren geworden?”, fragt der Gladbecker Dipl. Ing. und Freiraumplaner Manfred Schlüter. Schlüter war Jahrzehnte im Grünflächenamt der Stadt Gladbeck beschäftigt und selbst 15 Jahre später schlägt sein Herz noch für das Grün in der Stadt, für das er viele Jahre verantwortlich war.

Schlüter schreibt: “Wie in Stadtspiegel vom 19.11.2020 zu lesen war, erhält die Stadt 235.323 Euro aus dem “Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen, und schon im September 2012 wurde in einem WAZ-Artikel großartig von einem Boulevard mit großen Stadttoren geschwärmt. Was ist eigentlich davon übergeblieben?”

Schlüter klagt über Ideenlosigkeit

“Im nächsten Entwurf mauserten sie sich zu mickrigen Wäscheklopfstangen. In letzten Entwurf wurden daraus mickrige Steelen mit Beleuchtung. Vom Boulevard blieben nur noch Betonblöcke mit Sitzauflagen übrig. Von der ganzen, mit riesigem Aufwand gepriesenen “familienfreundlichen Gestaltung” verblieb nur eine Menge teurer Ideenlosigkeit.”

Von der eingeforderten Bürgerbeteiligung sei im Ergebnis nichts als Frust geblieben. So drückt man das Stadtinteresse auf unter 30 % und viele wählen aus Protest die AfD, meint Manfred Schlüter.

Nun erlaube ich mir, nochmals, eine Bürgeridee zu präsentieren:

Das Gladbecker Glastor zur Innenstadt

Gladbeck kann nicht mit den Magneten der neuen Centren konkurrieren, aber mit Individualität und Atmosphäre gegensteuern. Dafür bedarf es auch markanter Objekte, die überregional im Gespräch und den Köpfen haften bleiben.

So etwas könnte das Glastor, nach der großen Fläche des Willi Brandt Platzes, als Eingang und Tor zur Fußgängerzone sein. Solch ein Tor bremst auch die Zugigkeit beim flanieren in der Innenstadt.





Ein schimmerndes Glastor zur Innenstadt

Zwischen den Arkaden des Hauses Peacock und der Ecke von HOCH10, verbinden schimmernde Glasflächen die Gebäudekanten zu einem Eingangstor. So entsteht der Eindruck zum Betreten einer Einkaufspassage, eines besonderen Bereichs.

Durch solch ein Glastor wird nicht nur städtisches Flair, sondern auch ein überregional zu beachtendes Markenzeichen entstehen. In der Mitte des Durchgangs dominiert ein 8 m hohes Glasprisma, das sich vom schmalen Fuß, bis in die Breite der Oberkante, um 90° verdreht. Das Fuß- und Kopfmaß beträgt 3,50 m zu 60 cm.

Manfred Schlüters Entwurf eines Glastores zur Innenstadt
Der Glastorentwurf aus einer anderen Perspektive

Durch eine Lichtanlage im Inneren wird der gesamte Glaskörper zum Leuchten gebracht. Ein Laser im Fuß, wird durch ein Prisma in seine Spektralfarben aufgefächert und es entsteht dadurch der Effekt eines gefangenen Regenbogens.

Lichteffekte sollen begeistern

Genau so gut kann der Glaskörper für Lichtprojektionen oder Hologramme genutzt werden.

So entsteht mal eine individuelle Lichtinszenierung, die sich in seiner Lebhaftigkeit, von den üblichen Beleuchtungen abhebt. Besonders abends könnte es eine Attraktion sein.

Rechts und links an den Gebäuden Glasdreiecke, die sich durch einen oberen Glasstreifen von 2 m Breite, zwischen den Gebäuden, zu einem Tor verbinden. Die gesamte Anlage soll aus dickem Sicherheitsglas gebaut werden.





Da wir in Gladbeck, neben qualifizierten Fachfirmen auch eine Weltfirma für das Material haben, könnte ich mir vorstellen, dass sich dieses Unternehmen, gerne an dem Objekt beteiligt.

Mit einer Durchfahrtsbreite von rechts 7 m, links 6 m und einer Höhe von 6 m, ist das Tor auch für Anlieferverkehr ausreichend.

Da es sich hierbei noch um eine Idee handelt, wird es erforderlich, die Realisierbarkeit durch entsprechende Fachleute zu bearbeiten. Ein Modell, Fotomontagen und ein kleines Video sind vorhanden.

1 Kommentar

  1. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, dies ist ja auch gut so! Ich persönlich finde unsere Fußgängerzone nach der Neugestaltung recht ansprechend und auch die neuen Eingangsstelen vernünftig dimensioniert, was man nun von diesem eher monströs zu nennenden Glastor von Herrn Schlüter nicht gerade sagen kann, es sieht m. E. wie ein Fremdkörper und eher wie eine Sperre aus. Außerdem befürchte ich, dass so ein Glaskörper, selbst bei der Benutzung von “Sicherheitsglas” bei den vielen Randalieren und Schmutzfinken, denen nichts heilig ist, schnell beschmiert und beschädigt sein wird. Also viel zu schade um das eingesetzte Geld. Die im Artikel kritisierten Betonsitzklötze in der Fußgängerzone sind sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass sie relativ vandalismusresistent sein müssen. Einige der hölzernen Sitzauflagen habe schon gelitten, da in der Silvesternacht 2019/20 Feuerwerk darauf abgebrannt wurde.
    Das einzige, was mich an der Gestaltung ärgert bzw. extrem hässlich finde, sind die lieblos hingeklotzten “Tausend Radständer”, eingegossen in Beton – wo zuvor Pflaster lag, entlang der Flanke Rathaus und Hoch10.
    Aber wie gesagt, Geschmäcker sind verschieden und einige “selbsternannter” Künstler auch schon einmal etwas spezieller…

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