Radschnellwegplanung läßt S-Bahnhof und Radstation links liegen

28.05.2018

Gladbeck – Die vor einigen Jahren stillgelegte Zechenbahnstrecke der „Hafenbahn“, von der Talstrasse über Rentfort und Ellinghorst nach Bottrop soll bis nach Essen zum Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet ausgebaut werden. Dieser Radweg wird dann in Essen an die „Radautobahn“, den Radschnellweg Ruhr RS1 angeschlossen. Hier dazu Infos beim RVR

Der Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet führt am Bahnhof-West (mit S-Bahnstation und Radstation) vorbei. Nicht gerade optimal für Baukosten von 39 Mio. Euro!

Die Planung am Bahnhof-West in Gladbeck sieht bisher vor, dass der Radweg auf der alten Bahntrasse nördlich des Bahnhofes vorbei bis zum alten Hafenbahngelände an der Talstrasse geführt wird. Zwischen dem Radweg liegen die Gleise der Güterstrecke und die der S-Bahn und weiterer Nahverkehrszüge. Wer den Radweg nutzt und zur S-Bahn oder zur Radstation will, der muss etwa 1,5 km durch den Nordpark zurückfahren. Auch wer aus Essen/Bottrop oder Haltern/Marl/Buer mit der S-Bahn am Bahnhof-West ankommt dann um den Radschnellweg zu nutzen, muss erst bis zur Talstrasse fahren und dann wieder zurück am Bahnhof-West vorbei. Macht ca. 3 km – radfahrerfreundlich geht anders!
Alternativ könnte man ca. 700 Meter über die Europabrücke fahren und dann über die Möllerstrasse bis zum Radweg. Alles recht umständlich.

Durch eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am Bahnhof ließe sich der Radweg unmittelbar mit dem Bahnhof-West verbinden. Radler könnten problemlos vom Radweg auf den Bahnsteig gelangen, ohne über die Europabrücke zu müssen. Der Bahnsteig wäre dann von beiden Seiten barrierefrei zu erreichen. Unter Umständen lässt sich die Brücke ganz oder zum Teil über Fördermittel bezahlen, die für den Radwegebau zur Verfügung gestellt werden.

Hier könnte eine Brücke über die Gleise entstehen und der Radschnellweg an die S-Bahn und die Radstation angebunden werden
Hier könnte eine Brücke über die Gleise entstehen und der Radschnellweg an die S-Bahn und die Radstation angebunden werden

Der Vorschlag wurde schon vor Jahren im Stadtplanungsausschuss der Stadt Gladbeck diskutiert, aber nicht weiter verfolgt. Es steht zu befürchten, dass fast 40 Millionen Euro in den Radschnellweg gesteckt werden ohne, dass es eine Verbindung zur S-Bahn-Linie 9 und zur Radstation im Bahnhofsgebäude gibt.

In den Wintermonaten und am späten Abend ist es eine Zumutung für Radler, durch den dunklen Nordpark bis zur Talstrasse zu fahren um auf den Radweg oder zum S-Bahnhof zu kommen.

Über den Radschnellweg Ruhr RS1:
Der RS1 könnte der erste Radschnellweg der Republik sein: Ein 101 Kilometer langer Schnellweg für Pendler, Touristen und alle, die sich mit dem Fahrrad schnell auf der Achse zwischen Hamm und Duisburg bewegen möchten.

Hier der Streckenverlauf des Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

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