Profitiert Taschendieb vom Datenschutz?

Mit diesem, aus Daten-schutzgründen unkenntlich gemachten Foto, fahndet die Polizei nach einem Taschendieb.

Mit einem Foto, auf dem beim besten Willen nichts zu erkennen ist, fahndet die Polizei nun nach einem Taschendieb, der bereits am 1. Juli um 10.45 Uhr eine 51 jährige Gladbeckerin bestohlen hat. Die Tat geschah in einem Imbiss in Gelsenkirchen.

In der Geldbörse befand sich die EC-Karte der Bestohlenen. Damit hob der Dieb noch am selben Tag bei der Volksbank in Horst zweimal Geld ab. Die Überwachungskamera hielt den Vorgang fest.

Nun stellen sich drei Fragen. Warum ist das Foto nicht aussagekräftig? Warum kommt dar Fahndungsaufruf erst nach 12 Wochen? Kann man bei der Volksbank Geld ohne PIN aus dem Automaten ziehen?

DIE GLAZETTE hat recherchiert und das kam dabei heraus:

Die neue Europäische Datenschutzverordnung läßt es nicht zu, dass Fotos veröffentlicht werden, auf denen der Täter klar zu erkennen ist. Das ist ein Fortschritt, denn wer möchte schon, dass sein Foto ungefragt in Zeitungen und im Internet veröffentlicht wird.

Dass erst nach 12 Wochen die öffentliche Fahndung begann liegt daran, dass die Kamera noch älteren Datums ist. Der Farbfilm mußte erst entwickelt werden und dann wurden Abzüge gemacht. Weil die Fotolabore durch die große Nachfrage in der Urlaubszeit völlig überlastet waren, kam es zu der Verzögerung.

Die Volksbank erklärte, dass man natürlich ohne eine PIN kein Geld aus dem Automaten holen kann. Die Bestohlene erklärt steif und fest, dass sie die PIN natürlich nicht auf einen Zettel geschrieben hat, der auch in der Geldbörse lag. Außerdem habe sie die PIN schon längst vergessen und hole ihr Geld stets am Schalter ab.

Fragen über Fragen und die Taschendiebe reiben sich die Hände. 😉

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