Özil und Gündogan bei Erdogan

Die deutsche Diskussion um Özil und Gündogan, die sich zu Wahlkampfzeiten mit dem türkischen Diktator Erdogan haben ablichten lassen, ist zutiefst verlogen.

Dieselben Politiker, die jetzt eine Distanzierung von den beiden Nationalspielern einfordern, haben sich mit türkischen Politikern zum Tee trinken verabredet, schmutzige Waffendeals ausgehandelt, selbst Wahlkampf von Erdogan in Deutschland zugelassen und die Türkei als Partner Deutschlands in der Flüchtlingsbekämpfung anerkannt.

Dieselben Medien, die sich echauffieren, wie man sich denn mit einem Präsidenten ablichten lassen kann, der in seinen Kriegen so deutlich gegen alle Menschenrechte verstößt, haben zuvor den Krieg der Türkei in Nordkurdistan so wie kürzlich in Afrin versucht so gut es ging totzuschweigen oder kleinzureden.

Die Motivation hinter der breiten Kritik an Özil und Gündogan ist nicht die Solidarität mit dem unterdrückten türkischen Volk, mit den ermordeten Kurden oder den zahlreichen politischen Gefangenen in der Türkei, es ist blanker Rassismus.

Man unterstellt Özil und Gündogan keine „richtigen Deutschen“ zu sein, weil sie Sympathien für Erdogan gezeigt haben. Wenn Deutsche allerdings Sympathien für andere Scharfmacher wie Trump, Netanyahu oder sonst wen zeigen, würde niemand deshalb auf die Idee kommen ihre Nationalität in Frage zu stellen.

Klar ist falsch, vor dem Diktator Erdogan so zu buckeln wie die beiden es gemacht haben, aber die deutschen Politiker und Journalisten sollten zu diesem Thema doch echt besser den Mund halten.

Das Blut der ermordeten Kurden in Nordkurdistan und Afrin klebt in erster Linie an ihren Händen!

(Hannah)

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