Nazis überkleben Stolpersteine mit Folie

Symbolfoto von Stolpersteinen aus Gladbeck. Solche Gedenksteine wurden überklebt und geschändet.

In Recklinghausen hat gestern nachts um 2 Uhr ein Bürger die Polizei gerufen, weil er vier Stolpersteine (Gedenksteine für deportierte Juden) entdeckt hatte, die mit einer Folie überklebt waren. Auf den Folien standen Namen von Frauen, die angeblich Opfer von Gewalttaten durch Flüchtlinge wurden. Die Folien waren den Messingplatten mit den biografischen Daten der deportierten Juden täuschend ähnlich nachempfunden.

Das ist ein weitere Beweis dafür, dass Rechte sich inzwischen so sicher fühlen, dass sie sich zu solchen schändlichen Taten hinreißen lassen.

In der selben Nacht wurden in Gladbeck die Moschee an der Wielandstrasse und mehrere Nachbarhäuser (in denen Mitglieder der Moscheegemeinde wohnen) mit Naziparolen besprüht (Fotos hier). Vom Bahnhof-West bis zur Wielandstrasse in Gladbeck-Butendorf haben die Täter ihre Spuren hinterlassen.

Am Wochenende kam es auch in Wittringen, an der Stele, die an die Opfer der Naziherrschaft erinnert, zu einem Zwischenfall. Hier wurde der Mord an 6 Mio. Juden während der Naziherrschaft in menschenverachtender Weise verharmlost.

Bleibt zu hoffen, dass die Polizei mit der Auswertung von Videos aus Überwachungskameras den Tätern auf die Spur kommt. Wenn die Ermittlungen zum Erfolg führen könnte eine Strafe folgen. Die „Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“ wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft. Wollen wir hoffen, dass die Richter nicht allzu gnädig sind.

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