Nachruf auf Kleimanns Kotten

von Dipl.-Ing. Alfred Luggenhölscher

Erneut wurde auf der Grundlage von „Fake News“ in der Federführung der städtischen Wirtschaftsförderung und der Unteren Denkmalbehörde ein herausragendes Kulturgut – hier „Hof Kleimann“ – leichtfertig vernichtet ….. ohne Berücksichtigung vorliegender Fakten und Anregungen sachkundiger Bürger.

• Die Schallbelästigungen der A2 können durch Veränderung der Schallschutzwände nicht nur für den Bereich des Hofes sondern für den gesamten Ortsteil Butendorf um 16 dB reduziert werden. ( siehe vorliegende Ausarbeitungen ) Jedenfalls werden die Normalanfordungen so übererfüllt.

• Die Behauptung der nicht ausreichenden Nutzflächen für eine KITA ist widerlegt durch ein von der Oberen Denkmalbehörde veranlasstes Gutachten aus dem Jahre 2018, das im Gebäude 981 qm ausreichende Nutzfläche feststellt. (zum Vergleich: Fläche KITA-Neubau Christuskirche für 4 Gruppen: 894 qm)

• Die behauptete Unwirtschaftlichkeit berücksichtigte nicht die hohen Landeszuschüsse für Ökologie und Denkmalförderung. Unter Berücksichtigung dieser Zuschüsse wäre die Rentabilität gegenüber einem entsprechenden 4-Gruppenneubau gleich bzw. sogar verbessert. Eine Vor- entwurfs -und Kostenstudie für die Einbindung einer aussergewöhnlich attraktiven KITA erfolgte nicht.

• Die Stegreifbehauptungen bis hin zur Diskriminierung des Denkmals als „Schrottimmobilie“ zeigt, dass die Abbruchakteure den Anforderungen der komplexen Entscheidungsvorgänge einschließlich Ökobilanz und Klimaschutz nicht entsprochen haben.

Dutch Aufarbeitung der Ursachen und Folgen des chancenvernichtenden Vorgangs könnte die Basis gelegt werden für eine Vermeidung ähnlich tragischer Entwicklungen in der Zukunft bei anderen Projekten.

Für zukünftige Gestaltung im Denkmal – Klimaschutz und für Stadtgestaltung im Einvernehmen und der Mitwirkung der Bürgerschaft…..evtl koordiniert in einer reaktivierten Gladbecker „ Zukunftswerkstatt“…. könnte ein rechtzeitiger und umfassender Dialog mit engagierten Bürgern nachhaltig in Politik, Verwaltung, Kirchen und anderen Institutionen eine entspannende von Toleranz getragene Atmosphäre schaffen.

In der Hoffnung, dass destruktive „Saulus-Akteure“ sich zu konstruktiven „Paulus-Charakteren„ entwickeln mögen,

mit klimafreundlichen stadtgestaltenden Grüssen

Alfred Luggenhölscher

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