Millionenschäden durch Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler – ein „Asiate“ fast ohne Fressfeinde.

Der Buchsbaumzünsler (siehe Foto der Raupe) hat in auch in Gladbeck eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die gefräßige Raupe, aus der ein Falter wird, der im Nachbargehölz Eier legt, wütet seit mehreren Jahren in Gladbeck. Selbst die Gladbecker Friedhöfe hat er nicht verschont.

Der aus Ostasien eingeschleppte Schädling hat sich futtertechnisch auf den bei uns wachsenden Buxus spezialisiert- sehr zum Leidwesen der heimischen Gärtner. Aufgrund seiner rasanten Vermehrung bekommen es nahezu alle Gartenbesitzer mit ihm zu tun, denn Buchsbäume sind die bei uns am häufigsten gepflanzten Ziergewächse. Der Schaden geht in die Millionen, nicht gerechnet die Aufwendungen die manche tätigen, um dem Unheil durch Gift zu entgehen.

Wird ein Buchsbaum so richtig befallen, fressen sich in ihm bis zu 100 Raupen satt. Vögel meiden die Raupe, denn sie scheint ihnen nicht zu schmecken. Hin und wieder kommt das Gerücht auf, dass sich einige Vogelarten nun doch auf die asiatische Raupe einlassen, doch das scheint nur Wunschdenken zu sein.

Der Zünsler ist enorm fruchtbar. Ein Falter legt bis zu 1.000 Eier ab. Zweimal im Jahr produziert der ostasiatische Falter, der bei uns eingeschleppt worden ist Nachwuchs und seine hungrige Brut braucht viel zu fressen.

Diese Tipps helfen gegen den gefräßigen Buchsbaumzünsler

Die Biologische Station Lembeck sagt, dass die Raupen von Hand eingesammelt werden müssen, wenn sie ihre Verpuppung abgelegt haben. Selbst wenn die Raupen von den Blättern abgepflückt worden sind, bleibt ein Restrisiko; ein Falter in der Nachbarschaft reicht aus, um die ganze Handarbeit zunichte zumachen.

Biologische Station rät von chemischer Keule ab

Für den Einsatz der chemischen Keule hat die Biologische Station im Gegensatz zu manchen Gärtnereibetrieben naturgemäß wenig übrig. Außerdem hat der Buchsbaum, der einst von den Römern nach Germanien eingeführt wurde, einen weiteren Feind: einen Pilz. Der Pilz und die Zünsler haben dem kugel- oder pyramidförmigen oder als Hecke wachsenden Buchsbaum den Garaus gemacht.

Kaum noch natürliche Fressfeinde vorhanden

Natürliche Fressfeinde hat der Zünsler übrigens kaum welche. Der Spatz zählt allerdings dazu. Aber von seiner Art gibt es auch immer weniger, sodass der Spatz den Raupenheerscharen nicht gewachsen ist.

Buchsbaumzünsler sitzen vornehmlich an der Unterseite der Blätter eines Buchsbaums. Bei sieben Grad wird der Schädling aktiv. In diesem Jahr zeigte er sich früh, weil der Winter mild war.

Bei Temperaturen über 20 Grad beschleunigt sich die Entwicklung der Raupen, sodass sie ihre Stadien als Larven in drei Wochen absolvieren. Die letzte Raupengeneration eines Jahres überwintert in ihrem Kokon, der aus verklebten und verformten Blättern besteht.

Als Mittel gegen die Raupen werden empfohlen: Pheromonfallen zur Früherkennung, um den besten Zeitpunkt der Bekämpfung mit Insektiziden zu finden. Ein rechtzeitiger Rückschnitt des Buchsbaums trägt zur Rettung bei.

Zerstörte Buchsbäume gehören in luftdichte Verpackung und dann in den Restmüll. In Gladbeck kann der Buchsbaum allerdings auch in die braune Tonne, denn der Kompost wird zu einer Zentrale gefahren und dort erhitzt. Die 70 Grad überlebt der Buchsbaumzünsler nicht.

1 Kommentar

  1. Bevor man chemische Mittel gegen die Raupen einsetzt, sollte man die Buchsbäume mit einem Hochdruckstrahler intensiv ab sprühen (Kärcher). Dann fliegen die Raupen und Kokons weg. Sie kommen aus eigener Kraft nicht mehr an die Büsche zurück.

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