Maximale Schweinerei in Oer-Erkenschwick

05.07.2018

Mitteilung der Kreisverwaltung:

Westfleisch darf Schlachtzahlen erhöhen

Der geplanten Ausweitung der Schlachtkapazitäten und der Umsetzung umfassender Lärm- und Geruchsminderungsmaßnahmen am Schlachthof Oer-Erkenschwick steht nichts mehr im Wege. Der Kreis Recklinghausen hat der Westfleisch GmbH den Bescheid mit der erforderlichen Genehmigung am heutigen Mittwoch übergeben. Damit kann das Unternehmen seine Schlachtzahlen am Standort Oer-Erkenschwick stufenweise auf ca. 100.000 Schweine in der Woche fast verdoppeln.


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Vorausgegangen war der Entscheidung eine mehrmonatige Prüfung nach Immissionsschutzrecht – Gegenstand der Prüfung waren allein anlagenbezogene Sachverhalte. Dazu zählen beispielsweise Wasser, Abwasser, Geruch, Lärm.

Ausdrücklich nicht erfasst von dem Genehmigungsverfahren sind verkehrliche Auswirkungen im Umfeld des Schlachtbetriebes, die sich durch z.B. durch den Transport der Tiere ergeben. Bei einem mehrstündigen öffentlichen Erörterungstermin im November vergangenen Jahres wurden alle genehmigungsrelevanten Punkte und ihre Auswirkungen auf die Umwelt im Detail behandelt. Das Unternehmen, von ihm beauftragte Gutachter und Vertreter der verschiedensten Fachdienste der Kreisverwaltung Recklinghausen nahmen zu den nach der Offenlegung der Unterlagen eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen ausführlich Stellung.

Allein die 37 Fachgutachten z.B. zu den Bereichen Lärm, Brandschutz und Gerüche haben einen Umfang von 1.225 Seiten. In der nun erteilten Genehmigung regelt der Kreis Recklinghausen ausdrücklich, dass an allen benachbarten Wohnungen die Grenzwerte für Gerüche und Lärm eingehalten werden. Der Nachweis
erfolgt durch Messungen anerkannter Institute nach Durchführung der Minderungsmaßnahmen.

Die Maßnahmen erfolgen entweder sofort, kurzfristig (bis Ende 2018) oder mittelfristig (3 Jahre nach Erteilung der Genehmigung in 2021). Sofortmaßnahmen sind z.B. der Verzicht auf nächtliche Verladetätigkeiten. Kurzfristig erfolgen die Abluftoptimierung der Hauptgeruchsquellen (Zusammenführung und verbesserte Abführung der Abluft aus Schlachthalle, Brühtunnel, etc.) und die Lärmminderung an einer Vielzahl von Lüftern und Kältetechnik.

Mittelfristig erfolgen z.B. die neue Abluftführung der dann geschlossenen Tierverladung und der Bau der Lärmschutzwand im Bereich der LKW-Waschhalle.


Und so sieht es in der Realität aus:

Millionen von Tiere auf der ganzen Welt werden lebendig begraben: Weil sie krank sind, nicht der Norm entsprechen oder wegen Überproduktion!
In Südkorea wurde bei einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche über eine Million Schweine lebendig begraben.
Überall nehmen die Tierseuchen zu, was auch durch die Massentierhaltung hervorgerufen wird. Tiere sind nichts mehr wert, und wenn sie krank sind, landen sie auf dem Müll. Doch nicht nur Krankheit führt dazu, dass Tiere auf dem Müll landen, sondern auch eine Überproduktion!
58 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Bis zu einem Drittel davon landet niemals in einer Bratpfanne, sondern auf dem Müll. Trotzdem boomt die industrielle Schweinezucht. Riesige neue Tierfabriken entstehen.
Lesen Sie hier:
https://netzfrauen.org/2018/04/19/schweine/

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