Linke Bankrotterklärung?

Gregor Gysi: „Hätten wir keine Kirchen, hätten wir auch keine verbindliche Moral“ und bestätigt den Kirchen die zentrale Rolle bei Vermittlung moralischer Normen. (Am 27.10.2018 in der Südwestpresse)

Da hat Genosse Gysi aber so etwas von Quatsch geredet. Damit qualifiziert er sich für ein CDU-Mandat oder als ein Kirchenlobbyist. Das ist Anbiederung und Opportunismus pur!

Scheinheilige Institutionen mit Doppelmoral, Deckung von Kinderschändern, Segnungen von Kriegen, Hexenbrennern, Inquisitoren, Profiteuren von Sklaverei und Kolonialismus usw. als Träger allgemeinverbindlicher Moralvorstellungen von grossem Wert darzustellen, ist verlogen und bar jeglicher Geschichtskenntnis.

Aufklärung, Humanismus und Menschenrechte sind laizistische Werte, die gegen die Kirchen erkämpft werden mussten! Das sind die Fundamente einer demokratischen Gesellschaft, die es immer noch zu verteidigen gilt!

Gysis, wiederholt getätigte, Äußerung ist nicht nur eine Verklärung der Rolle der Kirche bzw. des Christentums, sondern auch eine linke Bankrotterklärung. Wenn die Aufklärung über bzw die Überwindung von gesellschaftlichen Herrschaftsideologien nicht mehr zur Agenda einer Linken gehört, ist das schon ein Armutszeugnis. Wobei Gysi scheinbar die Bibel wohl ebenso wenig gelesen hat wie der Großteil heutiger Wohlfühlchristen.

Lektüreempfehlungen:

o Rolf Bergmeier: Christlich-abendländische Kultur. Eine Legende
o Carsten Frerk: Kirchenrepublik Deutschland – Christlicher Lobbyismus
o Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzierung – Wie der Staat die Kirchen finanziert

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