Kirchenaustritt jetzt!

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Die Katholische Kirche zeigt sich mal wieder von ihrer fiesesten Seite. Eine Lehrerin der Katholische Josef-Grundschule in Gladbeck ist seit mehr als einem Jahr mit der kommissarischen Leitung der Schule beauftragt und hat sich dreimal auf die freie Rektorenstelle beworben. Dreimal wurde sie abgewiesen! Der Grund: sie ist evangelisch. Nicht die Kirche hat sie abgelehnt, sondern die „weltliche“ Bezirksregierung. Letztere ist für die Einhaltung der Schulgesetze zuständig. Und es gibt nun mal in NRW (in Bayern übrigens seit den 60er Jahren nicht mehr) die Regelung, dass konfessionelle Schulen zwar zu 100 % vom Staat finanziert werden, den Kirchen aber das Recht zusteht, die Schulleitung auszusuchen.

Die Katholische Kirche könnte zwar in diesem Fall auf die Durchsetzung ihres Rechtes verzichten, tut sie aber nicht! Lieber nimmt man es hin, dass die Josefschule weiterhin ohne eine formelle Schulleitung ist. Die Konkordatsverträge auf denen das Ganze basiert, hat Hitler mit den Kirchen ausgehandelt und sich damit ihr Stillschweigen erkauft. Hat ja auch weitgehend geklappt!

In NRW ist derzeit jede siebte Schulleiterstelle unbesetzt. Das sind 734 Schulleiterstellen und dazu noch mal 939 Stellvertreterposten. Da sollte man doch froh sein, wenn sich eine nachweislich qualifizierte Kraft bewirbt. Aber offensichtlich sind die Unterschiede zwischen katholisch und evangelisch in den Augen der Kirchenleitung zu gravierend. Wer jetzt glaubt, nur die Katholische Kirche verhält sich so, der irrt gewaltig; auch die Evangelische Kirche hat schon mehrfach kath. Lehrer, die an evangelischen Schulen arbeiten wollten, abgelehnt.

Die Kirchen sind nach dem Staat der größte Arbeitgeber Deutschlands und obwohl fast alle Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Altenheime zu 100 % aus Steuergeldern, Versicherungsleistungen und Eigenanteilen finanziert werden, dürfen die Kirchen entscheiden, wer bei ihnen arbeiten darf. Das war schon vor 200 Jahren falsch und heute erst recht, denn immerhin sind inzwischen 38 % der Bevölkerung konfessionsfrei und es werden immer mehr.

Damit es mehr werden, die sich dem Diktat der Kirchen nicht mehr beugen, raten ich Ihnen zu einem Gang zum Amtsgericht. Dort können Sie relativ schnell Ihren Kirchenaustritt erklären. Leider kostet das seit 2006 in NRW 30 Euro. Eine Gebühr, die auf Druck der Kirchen eingeführt wurde. Als ich vor genau 50 Jahren deswegen meinen ersten Kontakt zum Amtsgericht hatte, war das noch kostenlos.

Hier: https://www.kirchenaustritt.de/nrw/gladbeck finden Sie alle Infos zum Kirchenaustritt in Gladbeck. Adresse, Lageplan, Formalien und sogar das nötige Formular können Sie downloaden (Sie bekommen es aber auch im Amtsgericht).

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*