Heisenberg-Gym.: Morgens ab 6:30 Uhr rammt die Ramme

Das ist der „Übeltäter“

Für viele Gladbecker Bürger ist spätestens morgens um 6:30 Uhr die Nacht zu Ende. Dann hört man rund zehn Stunden lang eine Ramme – und zwar kilometerweit. Die Zweckeler vermuteten zunächst, dass es sich dabei um die Brückenbaumaßnahme an der Beethovenstrasse handelt. Dann geriet der Bauer Overgünne mit seiner Großbaustelle unter „Verdacht“. Doch jetzt ist klar, es handelt sich um die Fa. Hochtief, die das Heisenberg-Gymnasium neu baut.

Die Ursache des Lärms: die Ramme am Heisenberg

Nach Vertragsabschluß für das PPP-Bauwerk, dessen Kosten schon plötzlich von 25 auf 34,7 Mio. Euro stiegen, stellte Hochtief im Frühjahr 2019 fest, dass der vorgesehene Baugrund nicht so standsicher sei, wie es ein Gutachten aussagte. Nun werden bis zu 15 Meter lange Stahlbetonpfähle z.T. im Meterabstand mit einer Ramme (siehe Foto) in den Boden getrieben.

Das neue Heisenberg-Gymnasium hat was von Venedig, wird aber bestimmt nicht so schön

Interessant ist dabei, dass der Boden offensichtlich so weich ist, dass die Pfeiler mit einer Kantenlänge von 45 x 45 cm ohne vorzubohren in den Boden gerammt werden können. Sehr erstaunlich, dass es ein Bodengutachten gibt, aus dem das nicht hervor ging. Mindestens sollte die Stadt von diesem Gutachterbüro das Geld zurückverlangen.

Zurück zum Lärm: es liegen noch eine Menge Betonpfähle herum, die noch in den Boden gestampft werden müssen Eile tut dabei Not, denn bald sind die Schulferien zu Ende und ein Unterricht wäre bei diesem Lärm nicht möglich.

Die Frage, wer die Mehrkosten für die aufwändige Pfahlgründung der Fundamente übernimmt, scheint geklärt: Hochtief-Sprecher Hauke sagte, über Geld sei noch nicht gesprochen worden, es gebe auch immer Möglichkeiten, innerhalb des Projektes zu sparen und dann auszugleichen.

Ob der Bau und die Ausstattung dann noch die versprochene Qualität haben bleibt offen.

PS: Im innerstädtischen Bereich werden heute kaum noch Rammpfähle verwendet. Die durch die Rammung entstehenden Geräusche und vor allem Erschütterungen sind in eng bebauten Bereichen nicht mehr tragbar. Die durch die Rammung entstehenden Schäden an Nachbargebäuden sind meistens so hoch, dass diese Gründungsart durch Regressforderungen der Nachbarn nicht mehr wirtschaftlich ist.

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