Gnade uns Gott! Hübner will Kreishausneubau.

Gnade uns Gott! Hübner will Kreishausneubau. In einem Interview mit der Recklinghäuser Zeitung vom 15. Juni spricht sich SPD-Landratskandidat Hübner für einen Kreishausneubau aus. Hier der Interviewauszug: RZ: Würden Sie als Landrat die Debatte um ein neues Kreishaus noch einmal führen? Hübner: Ich werde an dieses Thema drangehen. Ich möchte sicherstellen, dass die Beschäftigten in einem modernen Umfeld arbeiten können. In der Corona-Zeit ist ja uns allen deutlich geworden, wie wichtig digitales Arbeiten ist – und das ist in diesem Haus nicht an allen Stellen gegeben. Es geht nicht, dass man nicht investieren will, wenn man schon nicht neu bauen will. Man muss das ganz nüchtern betriebswirtschaftlich betrachten: Was kostet es, im Bestand umzubauen und was kostet es, neben dem Bestand neu zu bauen? Einen solchen Plan mit nur einer Stimme Mehrheit durchzusetzen, so wie es 2018 geschehen sollte, das kann man nicht machen.In einem Interview mit der Recklinghäuser Zeitung vom 15. Juni spricht sich SPD-Landratskandidat Hübner für einen Kreishausneubau aus.

Hier der Interviewauszug:

RZ: „Würden Sie als Landrat die Debatte um ein neues Kreishaus noch einmal führen?“

Hübner: „Ich werde an dieses Thema drangehen. Ich möchte sicherstellen, dass die Beschäftigten in einem modernen Umfeld arbeiten können. In der Corona-Zeit ist ja uns allen deutlich geworden, wie wichtig digitales Arbeiten ist – und das ist in diesem Haus nicht an allen Stellen gegeben. Es geht nicht, dass man nicht investieren will, wenn man schon nicht neu bauen will. Man muss das ganz nüchtern betriebswirtschaftlich betrachten: Was kostet es, im Bestand umzubauen und was kostet es, neben dem Bestand neu zu bauen? Einen solchen Plan mit nur einer Stimme Mehrheit durchzusetzen, so wie es 2018 geschehen sollte, das kann man nicht machen.“

Was schert mich mein Geschwätz von gestern!

Damit will Hübner offensichtlich das Fass wieder aufmachen. 2018 hatten sich in einem Bürgerbegehren gegen den Kreishausneubau 31.000 Bürger gegen den Neubau ausgesprochen. Daraufhin machte die SPD, angeführt von Hübner eine Wende und stimmte für die Sanierung des alten Kreishauses. Das scheint den SPD-Kandidaten nicht mehr zu interessieren.

Anscheinend ist er auch nicht darüber informiert, dass die Sanierung des alten Kreishaus mit zweistelligen Millionensummen im vollen Gange ist. Die Elektrotechnik, die IT-Technik, die Klimatechnik und die Raum- und Wegezuschnitte sind bereits weit fortgeschritten.

Wenn Hübner von betriebswirtschaftlicher Betrachtung spricht, meint er bestimmt die Vernichtung bereits getätigter Sanierungsinvestitionen. Süberkrüb war schon eine Belastung für den Kreis, Hübner scheint ihn noch toppen zu wollen.

Uwe Kähler, der Initiator des Bürgerbegehrens dazu:

„Noch vor zwei Jahren klang Herr Hübner vollkommen anders, als er zunächst den Dorstener Bürgermeister Tobias Stockhoff und die anderen Bürgermeister, die sich gegen den Neubau gewandt haben, angriff. Als er jedoch den starken Gegenwind des Bürgerwillens durch das Bürgerbegehren spürte, änderte er seine Meinung um 180 Grad und forderte den Stopp des Neubaus (Stadtspiegel vom 14. Sept. 2018 – „Rolle rückwärts“). Anscheinend hat er jetzt seine Meinung erneut gewechselt.

Die Fragen, die sich mir als Initiator des Bürgerbegehrens stellen, sind:
o Warum denkt Herr Hübner daran, sich nicht an den Kreistagsbeschluss zur Sanierung des Gebäudes zu halten?
o Warum stellt sich Herr Hübner gegen den Willen der Wähler, die sich eindeutig gegen einen Neubau ausgesprochen haben und sucht anscheinend Argumente, um doch noch einen Neubau zu realisieren?

Hier erwarte ich ein klares Statement von Herrn Hübner gegen einen Neubau, ansonsten werde ich sicherlich eine erneute Initiative starten und zwar bevor gewählt wird.“

1 Kommentar

  1. Auf Grund der vermeintlich geringen Bedeutung des EU- Parlaments wird häufig der nachfolgende Satz kolportiert: „Hast Du einen Opa, schick ihn nach Europa!“ Wegen der noch geringeren Bedeutung von Kreistagen und Landräten kann der Spruch folgendermaßen ergänzt werden: Hast Du einen Greis, schick ihn in den Kreis!
    So ist es in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich, dass der Gladbecker Landtagsabgeordnete Michael Hübner (SPD) trotz noch jungen Alters gern als Landrat des Kreises Recklinghausen frühverrentet werden möchte. Schließlich bedeutete bereits die Abwahl von Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein- Westfalens für den Gladbecker Politiker einen bitteren Karriereknick. Schließlich hatte der Jungpolitiker mutmaßlich einen Ministerposten im Kabinett Kraft für die Zukunft fest eingeplant. Zum Desaster wurde dann für den Kanalarbeiter die Neuwahl der SPD- Parteiführung und der damit verbundene Linksruck der Sozialdemokraten. Kein Wunder wenn jetzt der Gladbecker trotz fehlender Erfahrung versucht sich in den vorgezogenen Ruhestand als Landrat des Kreises Recklinghausen zu retten.
    Das haben die Bürgerinnen und Bürger des Kreises nicht verdient!

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