Gladbeck: Wer ist die bessere AfD?

13.02.2020 Gladbeck: Wer ist die bessere AfD? Die CDU hat einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Ratssitzung gestellt. Vordergründig will man über die Informationspolitik der Verwaltung reden. Tatsächlich geht es aber wohl uzm den Inhalt des "Informationsdefizites". Denn in den letzten Tagen wurde bekannt, dass ein islamischer Kulturverein (Sunniten) hinter der ehemaligen evangelischen KIrche an der Roßheidestraße ein internatsähnliches Wohnheim für 30 männliche Jugendliche bauen will. Die Stadtverwaltung hat dazu "grünes Licht" signalisiert. Im Internet toben sich dazu schon rechtslästige Kommentatoren aus. Da kann die CDU um ihren Bürgermeisterkandidaten natürlich nicht zurückstehen. Schon in der Vergangenheit beklagte Kandidat D., dass zuwenige Asylbewerber abgeschoben würden. Bauträger ist der IBZ, eine seit 2006 selbstständige islamische Gemeinde in Gladbeck. Sie gehört dem Dachverband VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.) an und betreibt an der Breuckerstraße seit Jahrzehnten eine Hinterhof-Moschee mit Kulturzentrum. Der VIKZ ist der älteste und einer der größten islamischen Dachverbände Deutschlands - er vertritt den sunnitischen Islam mit mystischer Prägung.Die CDU hat einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Ratssitzung gestellt. Vordergründig will man über die Informationspolitik der Verwaltung reden. Tatsächlich geht es aber wohl um den Inhalt des „Informationsdefizites“. Denn in den letzten Tagen wurde bekannt, dass ein islamischer Kulturverein (Sunniten) hinter der ehemaligen evangelischen Kirche an der Roßheidestraße ein internatsähnliches Wohnheim für 30 männliche Jugendliche bauen will. Die Stadtverwaltung hat dazu „grünes Licht“ signalisiert.

Im Internet toben sich schon rechtslastige Kommentatoren aus. Da kann die CDU um ihren Bürgermeisterkandidaten natürlich nicht zurückstehen. Schon in der Vergangenheit beklagte Kandidat D., dass zuwenige Asylbewerber abgeschoben würden.

Bauträger ist der IBZ, eine seit 2006 selbstständige islamische Gemeinde in Gladbeck. Sie gehört dem Dachverband VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.) an und betreibt an der Breuckerstraße seit Jahrzehnten eine Hinterhof-Moschee mit Kulturzentrum. Der VIKZ ist der älteste und einer der größten islamischen Dachverbände Deutschlands – er vertritt den sunnitischen Islam mit mystischer Prägung.

In Deutschland sind die Mitglieder des VIKZ meist betont unauffällig und tragen ihre Lehre kaum nach außen. Doch gab es in der Vergangenheit um die Wohnheime intensive Diskussionen.

Gutachten des Hessischen Sozialministeriums

In einem im Auftrag des hessischen Sozialministeriums erstellten, unveröffentlichten Gutachten der Marburger Turkologin Ursula Spuler-Stegemann aus dem Jahre 2004 soll es heißen, die Heime dienten entgegen anderslautenden Beteuerungen „fast ausschließlich islamischer Lehre und der Einübung in die Glaubenspraxis“ und seien „absolut integrationshemmend“. Die Schüler würden in einen „strengstens scharia-orientierten“ Islam „hinein-indoktriniert und gegen das Christentum wie auch gegen den Westen ebenso immunisiert wie gegen unser Grundgesetz“.

Gegengutachten im Auftrag des VIKZ

Dem widersprach die emeritierte Erziehungswissenschaftlerin Ursula Boos-Nünning (Uni Essen). Der VIKZ beauftragte Boos-Nünning schließlich mit einem „Gegengutachten“. Die Ergebnisse der Untersuchung mit dem Titel „Beten und Lernen“ wurden im Juli 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt. 91 % der Schüler nannten als Hauptgrund für das Leben im Wohnheim die Hoffnung auf bessere Schulnoten, 85 % das Motiv, mehr über ihre Religion zu lernen. Die Jugendlichen empfänden Tradition und Weltoffenheit nicht als widersprüchlich. Laut Boos-Nünning hätten die beiden Kernvorwürfe – die Jugendlichen zögen auf Druck ihrer Eltern in die Heime; Ziel sei Elitebildung – sich nicht bestätigt. Die Jugendlichen würden weder religiös noch politisch indoktriniert, allerdings hätten viele der überwiegend türkischstämmigen Schüler kaum deutsche Freunde, und statt den jungen Leuten Medienkompetenz zu vermitteln, sei „Medien-Abstinenz“ ein Erziehungsziel. Kritik übt sie auch an der starken Fremdbestimmung der Schüler in deren Freizeit und daran, dass den Jugendlichen keine Mitsprache- oder Mitbestimmungsrechte eingeräumt werden.

Was heißt das nun für Gladbeck?

Würde die Gladbecker CDU sich auch so echauffieren, wenn die katholische Sekte Opus Dei solch ein Wohnheim bauen würde, um der Verchristlichung der Gesellschaft Vorschub zu leisten? Kaum zu glauben!

Will die CDU einfach nur schneller sein als die AfD, die sich schon die Hände reibt, weil sie einen enormen Wählerzuspruch im „roten Gladbecker Süden“ erwartet? Sehr wahrscheinlich!

Beide Parteien werden dies im Kommunalwahlkampf ausschlachten und damit auf Stimmenfang gehen. Und das wird nicht schwierig sein, denn auch unter den SPD-Symathisanten gibt es schon immer eine hohe Zahl von Leuten, die nicht sonderlich ausländerfreundlich sind.

Religionen werden jetzt wieder dazu genutzt, die Gesellschaft zu spalten. Aber zumindest das ist ja nicht Neues!

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