Gladbeck: Spekulationen über Große Koalition

15.10.2020 Gladbeck Gladbeck: Spekulationen über Große Koalition Derzeit kursiert die Nachricht, dass es keine rot-grüne-plus-Bürgermeisterin Mehrheit in Gladbeck geben wird. Bei 52 Ratsmitgliedern seit der Kommunalwahl im September würden die SPD mit 19 und die Grünen mit 7 gerade mal 26 Stimmen und ein Patt erreichen. Die Stimme der Bürgermeisterin würde den Ausschlag geben, doch die darf nicht immer mitstimmen. In der Tat eine rechnerisch schwierige Situation. Nun sind die Verhandlungen zwischen SPD und Grünen scheinbar geplatzt. Der Grünen-Frontfrau Steffens sei ein Vizebürgermeisteramt versprochen worden (rund 1.200 Euro monatlich), dafür, dass die Grünen bei der Stichwahl zum Bürgermeisteramt die SPD-Kandidatin empfehlen. Davon wolle die SPD aber jetzt nichts mehr wissen. Frau Steffens, die bis 2004 Vizebürgermeisterin war (keiner hat es gemerkt), ist nun sauer und mit ihr ihre gesamte Fraktion. Man hätte es besser wissen können, denn in den letzten sechs Jahren haben die zwei Parteien schon zusammengearbeitet. Derzeit kursiert die Nachricht, dass es keine rot-grüne-plus-Bürgermeisterin Mehrheit in Gladbeck geben wird. Bei 52 Ratsmitgliedern seit der Kommunalwahl im September, würden die SPD mit 19 und die Grünen mit 7 gerade mal 26 Stimmen und ein Patt erreichen. Die Stimme der Bürgermeisterin würde den Ausschlag geben, doch die darf nicht immer mitstimmen.

In der Tat eine rechnerisch schwierige Situation. Nun sind die Verhandlungen zwischen SPD und Grünen scheinbar geplatzt. Der Grünen-Frontfrau Steffens sei ein Vizebürgermeisteramt versprochen worden (rund 1.200 Euro monatlich), dafür, dass die Grünen bei der Stichwahl zum Bürgermeisteramt die SPD-Kandidatin empfehlen. Davon wolle die SPD aber jetzt nichts mehr wissen. Frau Steffens, die bis 2014 Vizebürgermeisterin war (keiner hat es gemerkt), ist nun sauer und mit ihr ihre gesamte Fraktion. Man hätte es besser wissen können, denn in den letzten sechs Jahren haben die zwei Parteien schon zusammengearbeitet.

„Ein Gespenst geht um in Gladbeck – das Gespenst der Großen Koalition“
„Demokraten aller Stadtteile, vereinigt euch!“
(oder so ähnlich)

Wenn es nicht zu rot-grün kommt, was ist dann möglich?
Nachstehend die Sitzverteilung im neuen Stadtrat:

SPD CDU Grüne AFD LINKE FDP BIG DKP ABI
19 14 7 5 2 2 1 1 1

Wie man hört, wollen sich BIG, DKP und ABI zu einer Fraktionsgemeinschaft zusammenschließen. Wenn das so kommt, ist in Gladbeck eigentlich alles möglich, denn die DKP verortet sich politisch links, die BIG mit einem gewissen Populismus etwas rechts von der Mitte und in der Migrantenpartei ABI tummeln sich Erdogan-Verehrer, die im Integrationsrat den Genozid an den Armeniern leugneten.
Aber egal, Hauptsache die Knete stimmt.

27 Stimmen, also eine knappe Mehrheit käme auch durch folgende Konstellationen zustande:

+ SPD und CDU bilden eine Große Koalition. 19 plus 14 Stimmen ergeben eine satte Mehrheit von 33 Stimmen.

+ CDU, Grüne, FDP und AFD bilden eine Koalition. 14 + 7 + 2 + 5 ergibt eine knappe Mehrheit von 28 Stimmen.

CDU, Grüne, FDP und BIG/DKP/ABI bilden eine Koalition. 14 + 7 + 2 + 3 ergibt 26 Stimmen, also nur ein Patt.

Wenn man mal die jeweils mögliche Verteilung von Posten (und damit Geld) außer Acht läßt und sich auf die Inhalte fokussiert, dann wird schnell deutlich, dass SPD und CDU sich am nächsten stehen. Beide sind ungebremmst für den Bau der A52 quer durch Gladbeck. Beim Windrad auf der Mottbruchhalde wird die SPD schnell kippen, denn die Wahl ist ja jetzt vorbei. Und sonst? Weitere Unterschiede zwischen den beiden Parteien sind nicht erkennbar.

Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!





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