Gladbeck-Dortmund: B1: So funktioniert das Lkw-Verbot – Dortmund mache es uns vor!

Die Belastung der Gladbecker B224-Anwohner durch Unfallgefahren, Lärm und Schadstoffe entspricht weitgehend der jetzt (vorerst) geklärten Lage an der B1 in Dortmund. Dort sind allerdings die Umwege, die Fernlaster ab sofort fahren müssen, wesentlich größer als bei einer vergleichbaren Verkehrsberuhigung auf der B224 in Gladbeck. Bei uns wäre die Route auf bestehenden Autobahnen über die A43, die A2 und die A42 nur 6 bis 8 Kilometer länger, während die Umfahrung von Dortmund fast 20 km ausmacht.

Verantwortlich für die erforderlichen verkehrslenkenden Maßnahmen, die uns die Dortmunder jetzt vormachen, ist die Stadtverwaltung Gladbeck. Angesichts ihrer Verweigerung jeglicher Hilfe klagen mehrere Anwohner klagen seit nunmehr schon fünf Jahren wegen des insbesondere zur Nachtzeit unerträglichen und immer heftiger werdenden Lärms vor dem Verwaltungsgericht. Die breit angelegte Initiative des Bürgerforums Gladbeck mit Schreiben an alle mit der Sache befassten Stellen läuft gerade an. Das Gladbecker Rathaus hat allerdings schon signalisiert, dass man sich in eigener Verantwortung nicht bewegen werde.

Die Frage ist jetzt, ob sich die Gladbecker Offiziellen erst dann eines Besseren besinnen, wenn sie zum Handeln verurteilt werden oder wenn es erneut Personenschäden an den für Fußgänger eigentlich unzumutbaren Übergängen gibt. Dortmund lehrt uns: Auch unsere Verwaltung sollte sich jetzt endlich für die Lebensqualität ihrer Bürger einsetzen. Ungehinderter und vermeidbarer Fernverkehr darf keinen Vorrang haben vor Sicherheit und Gesundheit von Menschen.

Die Dortmunder Lösung ist übrigens auch deshalb ein gutes Vorbild für Gladbeck, weil sie den direkten Güterverkehr zwischen dem Logistik- und Chemiezentrum in Marl und den Kernbereichen der Metropole Ruhr weiterhin ermöglichen würde. Dieser Verkehr würde sogar erleichtert, weil er mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h von den vielen Staus im Bereich der Ortsdurchfahrt Gladbeck befreit wäre, die durch den heute noch ungehinderten Fernlaster-Verkehr entstehen.

Für alle, die die Dinge so laufen lassen möchten, wie sie sind, weil sie immer noch meinen, die A52 komme, sei angemerkt: Der eigentlich nicht notwendige, aus der Mottenkiste des vergangenen Jahrhunderts stammende Autobahnbau ist wegen der durch die Corona-Krise auf viele Jahre defizitären Kassen von Bund und Land wohl nicht mehr finanzierbar, und schon gar nicht mit einem extrem teuren Tunnel.

Beste Grüße
Bürgerforum Gladbeck e.V.

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