E-Bikes werden ausgebremst

Das Internetmagazin GOLEM.de berichtete kürzlich von einer niederländischen Initiative, die Geschwindigkeit von E-Bikes in Wohngebieten der Situation anzupassen. Von e-Scootern kennen wir das bereits – in manchen Stadtgebieten wird die Geschwindigkeit per GPS-Ortserkennung automatisch reduziert.

Die Zahl der Unfälle mit E-Bikes steigt in dem Maße, wie sich die Räder verbreiten. Dazu kommt, dass es nach wie vor eine Menge Helmverweigerer gibt und immer mehr ungeübte Radfahrer, die weder die Geschwindigkeit noch die Bremsen beherrschen. Deshalb sollen E-Bikes in Wohngebieten automatisch gedrosselt werden.

Keine Utopie

Die Radfahrnation Holland macht es vor. Am Flughaufen Schiphol der niederländischen Hauiptstadt Amsterdam gibt es schon eine etwa vier Kilometer lange Versuchstrecke die mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet ist. Dort wird die neue Technik bereits getestet. Entwickelt wurden das Konzept und die Technik vom Townmaking Institute in Kooperation mit E-Bike-Herstellern. Die Fahräder wurden mit den notwendigen Empfängern ausgestattet, die dafür sorgen, dass die Motoren in bestimmten Situationen gedrosselt werden.





Umfassendes Sicherheitskonzept

Die Infrastructure-2-Vehicle-Technik soll sehr flexibel eingesetzt werden. Bei Gegenwind wird nicht gedrosselt, dazu wird die Fahrtrichtung automatisch erkannt. Neben der Drosselung der Geschwindigkeit soll die Technik durch Lenkervibration auf Gefahrensituationen wie Kreuzungen und Hindernisse aufmerksam machen.

Neue Gesetze und Vorschriften

Die neue Technik soll schon 2022 marktreif sein und eingeführt werden. Dazu werden Gesetze und Vorschriften geändert. Ähnliches gibt es schon seit einiger Zeit bei den Tuningtools für E-Bikes. Alle Hersteller wurden verpflichtet dafür zu sorgen, dass ihre Fahrzeuge nicht mehr durch Tuningchips schneller gemacht werden können.

Was haltet ihr davon? soll diese Technik auch in Deutschland eingeführt werden?

Sollen E-Bikes temporär gedrosselt werden

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8 Kommentare

  1. Und deshalb werden Fahrräder gedrosselt? Weil ja die Autos schon rasen? Ausserdem bräuchten wir erst mal Radwege, die man dann so ausstatten könnte. Würde aber passen, erst mal drangsalieren und abwatschen, dann vielleicht mal ein bis anderthalb Probleme angehen die wir eigentlich gar nicht hatten. Ausserdem wird im Artikel des Rätsels Lösung doch genannt, schnöder Dreisatz. Wenn hundert Radfahrer auf x Unfälle im Jahr kommen, wie viele schaffen dann 200?

  2. E-Bikes könnte man drosseln, aber es hört sich an als meint ihr Pedelecs. Dann ehrlich Helmpflicht für alle Radler. Auch ohne Motor kann man sehr schnell fahren.

  3. E-Bike Drosselung…ich lach mich weg…Die Dinger kommen doch eh nicht aus dem Quark.Bisher bin ich ohne Motor doch noch schneller unterwegs. Senile Menschen sollten dem Straßenverkehr auch auf dem Rad fern leben.

    • Schlaumeier, wir reden hier von eBike. Die fahren 45 und getunt sind sie noch schneller.
      Pedelecs sind eine andere Baustelle.

  4. Thema verfehlt! Schwere Unfälle mit Toten und Schwerverletzten in unserem Städten werden von Autofahrern (häufig SUVs) und nicht von Rad- oder E-Bike Fahrern ausgelöst. Das Thema Drosselung geht an der Problemlage völlig vorbei. Hinzu kommt die Versiegelung und der gigantische Flächenverbrauch fürs Parken. Wir brauchen ähnlich wie in den Niederlanden einen Umbau der Verkehrsinfrastruktur.
    P.S.: Ich fahre selbst einen umweltfreundlichen E-Roller der fährt 45 km/h und lässt sich auch nicht tunen. Von mir geht im Straßenverkehr jedenfalls keine Gefahr aus!

  5. Gerade bei den „schnellen“ E-Rollern und E-Bikes ist das Problem die gesetzliche Drosselung auf 45 km/h! Eine Menge Überholunfälle könnten sicher vermieden werden wenn diese Fahrzeuge mit 50 – 55 km/h im Autoverkehr mitschwimmen dürften.
    Für Pedelecs und normale Fahrräder wären gute Radwege erste Priorität. Das ewige Gefasel von den „rasenden“ Radlern kommt ja nur auf, wenn die Fahrräder in räumliche Konkurrenz zum Fußgänger gezwungen werden.
    25 km/h ist keine „Raserei“ und wohl kein Radler rammt freiwillig andere Verkehrsteilnehmer – weil er dann selber auf der Nase liegt…

    • Mit meinem gebrauchten Billig-E-Bike von Zündapp (das teure Zweitrad von Victoria hat oft Totalausfälle durch die Bosch-Akkus) fahre ich auch größere Strecken. In die Essener Innenstadt brauche ich ca. 50 Minuten. Durchschnittsgeschwindigkeit: 22 km. Die Strecke: Innenstadt, dann durch Wittringen, an der Kösheide auf die B224, diese durchfahren bis zur Brücke Rhein-Herne-Kanal, dort direkt `runter zum Kanal und dann (es folgt ein typisch-schlechter Essen-Radweg) am RWE-Stadion abbiegen auf einen der seltenen und gut befahrbaren Radwege bis zur Innenstadt. Natürlich mit Helm und immer auf jüngere Fußgänger achten, die auf ihr Handy starren und dabei die Umwelt nicht mehr so ganz im Blick haben. Der Vorteil der E-Bikes: Die Zeitersparnis. Der Alternativweg über GE-Horst, Essen-Karnap und Altenessen nach Essen-Mitte ist nicht zu empfehlen. Höchstgeschwindigkeiten von ca. 30 km sind auf freier Strecke auch möglich, aber das ist für mich die Grenze. Ist Oberhausen oder Duisburg das Ziel, muss ich leider durch Bottrop. Der Radweg Gladbecker Straße ist eigentlich OK, aber die Bottroper Radwegplaner haben oft die Absenkung der Bordsteine vergessen, außerdem sind die Ampeln radfahrfeindlich geschaltet. Ist schon etwas stressig, bis endlich an der Grenze Essen-Dellwig der Kanal erreicht ist – aber hier ist die Fahrt mit dem E-Bike immer ein Erlebnis. Das ändert sich dann wieder in den Innenstädten von OB und DU, die Radwege dort sind reines Flickwerk. Es kommt das Gefühl auf, diese Wege wurden noch nie von Mitarbeitern der dortigen Stadtverwaltungen abgefahren….

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