Die S-Bahn S9 nach Recklinghausen läßt weiter auf sich warten

Die S-Bahn-S9 nach Recklinghausen läßt weiter auf sich warten Politiker aller Fraktionen des Kreises Recklinghausen sind erbost, denn schon wieder wurde der Start der langersehnten direkten Bahnverbindung von Gladbeck über Herten nach Recklinghausen, die S9 Hertener Bahn, verschoben. Neuer Termin ungewiss! Bei einer Ausschreibung der Strecke von Essen bis Haltern und Recklinghausen hat das Unternehmen Abellio den Zuschlag erhalten. Die Abellio GmbH ist ein Verkehrsunternehmen mit Sitz in Berlin und eine Tochtergesellschaft der Abellio Transport Holding aus Utrecht, die wiederum die Aktivitäten der niederländischen Staatseisenbahn Nederlandse Spoorwegen im Personenverkehr außerhalb der Niederlande koordiniert.
Die neue S-Bahnstrecke sollte schon ab Dez. 2019 stündlich von Essen über Bottrop, Gladbeck und Herten nach Recklinghausen fahren.

Politiker aller Fraktionen des Kreises Recklinghausen sind erbost, denn schon wieder wurde der Start der langersehnten direkten Bahnverbindung von Gladbeck über Herten nach Recklinghausen, die S9 Hertener Bahn, verschoben. Neuer Termin ungewiss!

Bei einer Ausschreibung der Strecke von Essen bis Haltern und Recklinghausen hat das Unternehmen Abellio den Zuschlag erhalten. Die Abellio GmbH ist ein Verkehrsunternehmen mit Sitz in Berlin und eine Tochtergesellschaft der Abellio Transport Holding aus Utrecht, die wiederum die Aktivitäten der niederländischen Staatseisenbahn Nederlandse Spoorwegen im Personenverkehr außerhalb der Niederlande koordiniert.

Kein Schieneersatzverkehr

Auf der Website des Unternehmens heißt es: „Die Fahrten der S9 werden nicht wie geplant zum 01.05.2020 über Gladbeck West bis Recklinghausen Hbf verlängert. Ein verbindlicher Termin für die Anbindung steht aktuell nicht fest. Gründe dafür resultieren aus der aktuellen Corona-Situation, die mit erhöhtem Krankenstand und Personalmangel einhergehen. Ein Ersatzverkehr ist nicht eingerichtet.“

Die Politiker der betroffenen Städte und des Kreises RE sind nicht bereit das so hinzunehmen, denn eigentlich sollte auf der neuen Strecke schon Mitte Dezember 2019 der Fahrbetrieb aufgenommen werden.

Antrag an den Stadtrat

Die Fraktionsvorsitzende der LINKEN in Herten und Kreistagsmitglied in Recklinghausen, Martina Ruhardt hat nun einen Antrag an den Rat ihrer Stadt gestellt. Sie schreibt: „Der VRR hat den Schienenpersonennahverkehr in seinem Zuständigkeitsbereich zu planen, zu organisieren und zu finanzieren. Auffällig sei, dass der Emscher-Lippe-Raum von Ausfällen durch Personalmängel betroffen ist. Das sollte auch die Stadt Herten für ihre Bürgerinnen und Bürger nicht widerspruchslos akzeptieren.“

Unverzichtbarer Bestandteil der Klimastadt Herten

In dem Antrag heißt es weiter: „Um mehr Platz für den Güterverkehr auf den Bahnstrecken zu haben, wurde vor langer Zeit der Personenverkehr auf vielen Strecken gestrichen und im Zuge dessen auch in unserer Stadt der Bahnhof aufgegeben. In den letzten Jahrzehnten hat sich durch die Zechenschließungen die Zahl der Aus- und Einpendler allerdings auch in unserer Stadt dramatisch erhöht. Damit gerade der Individualverkehr im Berufsverkehr morgens und abends reduziert werden kann, benötigen wir dringend einen SPNV-Anschluss. Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg des Strukturwandels in unserer Region. Damit werden die Fahrmöglichkeiten in die umliegenden Städte verbessert und neue Unternehmen im Stadtgebiet sind für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von außerhalb mit öffentlichen Verkehrsmitteln leichter zu erreichen. Der schnelle Ausbau einer guten Verkehrsinfrastruktur ist dabei nicht nur wirtschaftlich von Vorteil, sondern gleichzeitig auch für die Klimastadt Herten ein unverzichtbarer Bestandteil für einen besseren Klima- und Lärmschutz.“

Ständigen Verschiebungen und Ausfälle sind ein Armutszeugnis

„Deshalb bringen wir nunmehr einen Antrag ein, dass der Rat der Stadt Herten den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auffordert, endlich auch für eine bessere Mobilität in der Emscher-Lippe-Region zu sorgen. Ein entscheidender Beitrag wäre hier die zügige Einrichtung der Herten Bahn von Essen über Herten nach Recklinghausen. Der VRR als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr hat den Auftrag, den SPNV im Verbundraum zu planen, zu organisieren und zu finanzieren. Für einen so großen und mächtigen Verkehrsverbund wie den VRR sind die ständigen Verschiebungen und Ausfälle in seinem Aufgabenbereich ein Armutszeugnis.“

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