Der Steingartenschaulauf der SPD

Versiegelter Vorgarten in Gladbeck-Zweckel.

Zugegeben, die SPD hat es derzeit schwer. In Gladbeck wurde sie bei der Europawahl fast halbiert und bundesweit dümpelt sie bei 14 % der Wählerzustimmung rum.

In dieser Situation sind große spektakuläre Würfe nötig. Ob Olaf Scholz ein solcher ist, darf bezweifelt werden. Als Kandidat für den Parteivorsitz ließen ihn die Mitglieder bei einer Urwahl durchfallen und wählten lieber Esken und Borjahn, die seit einem Jahr für die Zementierung der 14 % sorgen.

Tropfen auf dem heißen Stein

Doch in Gladbeck versucht die SPD jetzt den ökologischen Durchbruch. Im Umweltausschuss, am 24 August, bringt sie einen Antrag ein, der den immer mehr zunehmenden Steingärten und Versiegelungsflächen in Gladbeck den Garaus machen soll. 10.000 Euro will die SPD bereit gestellt wissen um den Rückbau von Steingärten mit bis zu 1.000 Euro pro Antrag zu fördern. Das ist eine Augenwischerei erster Güte. Angesichts der Vielzahl solcher Flächen im Stadtgebiet ist der Antrag nicht mehr als Wahlkampfsymbolpolitik.

Ein weiteres Beispiel aus der selben Straße wie oben

Mut zu neuen Lösungen fehlt

Das Problem der Steingärten und Versiegelungen lässt sich anders besser lösen. Die Stadt sollte endlich hingehen und, gestützt durch Luftaufnahmen, die versiegelten Flächen neu berechnen und die Regenwassergebühren nach erheben. Das bringt höhere Einnahmen, neue Arbeitsplätze und im Laufe der Jahre ganz bestimmt weniger Versiegelungen. Jeder Gebührenbescheid wird zum Nachdenken anregen. Doch dazu fehlt der Mut, man könnte ja weitere WählerInnen verschrecken.

4 Kommentare

  1. Hier zeigt sich die Inkompetenz der SPD sehr deutlich !

    Um von den Fehlern der SPD abzulenken geht Sie den Bürgern mit dem Rückbau von Steingärten auf den Sack !

    Die neue City ist aus sicht der Umwelt ein klimatechnischer Blindgänger ! Die paar Blumenampeln an den Laternen in der City können die Umweltsünden der SPD auch nicht übertünchen !

  2. Blumenampeln zahlt ja auch die Kaufmannschaft !
    (Noch nicht einmal unsere Verwaltung,
    geschweige diese SPD oder Grüne omG. niemals)

    Um mal Farbe in die Innenstadt reinzubringen !!

    Gut & schön so !

  3. In Sachen Inkompetenz kann man sich immer auf die Gladbecker SPD verlassen. Das gilt besonders für das Thema Klimaschutz. In vielen Städten ist inzwischen die Anlage sogenannter Steingärten aus gutem Grund verboten. Die Gladbecker Sozialdemokraten wollen aber einen anderen Weg gehen. Mit Steuermitteln soll ein Rückbau dieser ökologischen Wüsten belohnt werden. Vielleicht sollten in Zukunft auch Temposünder im Stadtgebiet eine Bonuszahlung erhalten wenn sie in Zukunft auf das Rasen verzichten.

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