Corona: Gladbeck sollte auf Freiwilligkeit setzen

02.10.2020 Gladbeck Corona: Gladbeck sollte auf Freiwilligkeit setzen Der Corona-Inzidenzwert liegt in Gladbeck bei 59,5, nachdem er vor einigen Tagen schon über 70 lag. Der Kreis RE hat zur Notbremse gegriffen, allerdings ohne sie zu ziehen. Das Land wurde gebeten, für Gladbeck schärfere Regeln zur Bekämpfung des Corona-Virus zu gestatten. Doch das Land hält in sturer Beamtenmanier an der Vorgabe fest, dass immer eine kreisfreie Stadt oder ein ganzer Kreis betroffen sein muss. Gladbeck war schon vor Monaten ein Corona-Hotspot. 23 Tote in Gladbeck (von 46 im gesamten Kreis Recklinghausen) sprechen eine deutliche Sprache. Jetzt erfüllt Gladbeck die Bedingungen für schärfere Maßnahmen und darf sie nicht umsetzen, weil nicht der gesamte Kreis betroffen ist. Im gesamten Kreis liegt der Inzidenzwert bei 23,9. Will das Land nun abwarten, bis er über 50 steigt? Das kann leicht passieren, wenn der Gladbecker Wert weiter steigt, weil keine schärferen Maßnahmen umgesetzt werden dürfen. Eine fatale Situation erfordert eigene InitiativeDer Corona-Inzidenzwert liegt in Gladbeck bei 59,5, nachdem er vor einigen Tagen schon über 70 lag. Der Kreis RE hat zur Notbremse gegriffen, allerdings ohne sie zu ziehen. Das Land wurde gebeten, für Gladbeck schärfere Regeln zur Bekämpfung des Corona-Virus zu gestatten. Doch das Land hält in sturer Beamtenmanier an der Vorgabe fest, dass immer eine kreisfreie Stadt oder ein ganzer Kreis betroffen sein muss.






Gladbeck war schon vor Monaten ein Corona-Hotspot. 23 Tote in Gladbeck (von 46 im gesamten Kreis Recklinghausen) sprechen eine deutliche Sprache. Jetzt erfüllt Gladbeck die Bedingungen für schärfere Maßnahmen und darf sie nicht umsetzen, weil nicht der gesamte Kreis betroffen ist. Im gesamten Kreis liegt der Inzidenzwert bei 23,9. Will das Land nun abwarten, bis er über 50 steigt? Das kann leicht passieren, wenn der Gladbecker Wert weiter steigt, weil keine schärferen Maßnahmen umgesetzt werden dürfen.

Die fatale Situation erfordert eigene Initiative

Wenn die schärferen Corona-Regeln nicht umgesetzt werden dürfen, weil das Land sich sperrt, könnte die Stadt eine Kampagne starten und auf Freiwilligkeit setzen. Inzwischen hat sich ja, im Vergleich zum April, ein gewisser Schlendrian breit gemacht.
Konkrete Hotspots sind laut Stadtverwaltung derzeit nicht auszumachen – die Infektionsherde sind breit gestreut. Die Verantwortlichen in der Stadt haben aber mehr Informationen und wissen in welchen Situationen und Umgebungen die Infektionen warum stattfanden. Hier gilt es anzusetzen, ohne die Betroffenen zu stigmatisieren.

Appell an Freiwilligkeit – Kampagne nötig

Zur Einhaltung folgender Regeln sollte die Stadt auffordern und sie öffentlich machen. Bürger sollten sie einhalten und Geschäfte und Einrichtungen durch Boykott sanktionieren, die sich nicht daran halten:

o Keine Treffen in der Öffentlichkeit mit mehr als fünf Personen.
o Bei Gastronomiebesuchen max. fünf Personen aus zwei Familien an einem Tisch.
o Maskenpflicht in der gesamten Innenstadt (nicht nur auf dem Wochenmarkt).
o Einkaufswagenpflicht für jede einzelne Person im Supermarkt (Abstandszwang).
o Bessere Hygieneumsetzung an Einkaufswagen; korrekte Desinfektionsmöglichkeiten.
o Schüler sollten Fahrräder statt den ÖPNV nutzen.
o Verzicht auf Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen.
o Kirchen und Moscheen sollten auf Versammlungen verzichten.
o Personenreduzierungen bei Hochzeiten und anderen Familienfeiern.
o Verzicht auf Ausstellungseröffnungen in der Galerie. Die nächste Eröffnung könnte per Videostream ins Internet gestellt und auf Youtube dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.
o Alle LehrerInnen und SchülerInnen sollten gebeten werden auch im Unterricht Masken zu tragen.
o Die Stadt ist aufgefordert, Hygienekonzepte schon früher greifen zu lassen. In der Regel treffen sich Anreisende auf Parkplätzen und gehen gemeinsam ohne Maske zum Veranstaltungsort.
o Keine zusätzlichen Sonntagsöffnungen der Geschäfte.

Wenn Gladbeck die Situation laufen läßt ohne gegenzusteuern kann es im weiteren Verlauf der kalten Jahreszeit zu einer Katastrophe kommen. Das will wohl keiner!




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