CDU und Grüne setzen auf Vergessen

Kommunalwahl in Gladbeck - CDU und Grün setzen auf Vergessen. Gladbeck, B224, A52, Windrad, Mottbruchhalde, CDU, SPD, Grüne, LinkeEin Kommentar von Ralf Michalowsky

Der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck wusste: „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ Dass diese Einschätzung stimmt, stellen gerade die Gladbecker CDU und die Grünen unter Beweis. Frei nach dem Adenauer-Motto: „Was schert mich mein Geschwätz von gestern!“, wechseln sie bei wichtigen Themen die Fronten.

Siehe auch hier: Grüne Gladbeck: A52-Ausstieg mit Hintertürchen
https://glazette.net/gruene-gladbeck-a52-ausstieg-mit-hintertuerchen/

Rund 15 Jahre lang waren die Gladbecker Grünen die eifrigsten Vorkämpfer für den Bau einer weiten Autobahn quer durch Gladbeck, die A52, und dann kam Greta und der Spruch: „Wir können nicht den Klimanotstand ausrufen und eine Autobahn durch Gladbeck bauen.“

Die CDU war vor Jahren schon einmal für das Windrad in der ehemaligen SPD-Hochburg Brauck, genau wie die SPD. Letztere gab dem Druck aus den eigenen Braucker Reihen nach und war plötzlich gegen das „Monster“-Windrad. Die CDU hängte sich dran. Nun haben die Christdemokraten einen Cut gemacht; in Zeiten den Klimanotstandes könne man nicht gegen ein Windrad agieren, heißt die neue Richtung der CDU. Vor Ort schafft man nun einen Widerspruch zur CDU-Landespolitik, die gerade die zulässigen Abstände zwischen Wohnbebauung und Windrädern neu definiert.

Dass die SPD nun ins Hintertreffen geraten ist, wird nur von kurzer Dauer sein. Noch meckert ihr aussichtsloser Landratskandidat Hübner rum, doch spätestens wenn er wider erwarten Landrat werden sollte, wird er einschwenken müssen, denn sein Vorgänger war die Speerspitze für die Durchsetzung des Windrades auf der Mottbruchhalde.

Beim Ausbau der B224 zur A52 sind Grüne und Linke derzeit die einzigen Parteien, die sich dagegen aussprechen. Das bietet für die SPD ungeahnte Möglichkeiten. Sie könnte nun ihrem örtlichen Koalitionspartner folgen und sich klar gegen die neue Autobahn positionieren. Das passende Argument wurde schon genannt: „Klimaschutz und eine weitere Autobahn widersprechen sich!“

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