AfD stellt Lehrer-Meldeportale ins Internet

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat die Pläne der AfD, Meldeportale gegen Lehrer einzurichten, scharf kritisiert. „Organisierte Denunziation ist ein Mittel von Diktaturen. Wer so etwas als Partei einsetzt, um missliebige Lehrer zu enttarnen und an den Pranger zu stellen, gibt viel über sein eigenes Demokratieverständnis preis“, sagte Barley der F.A.Z. In Hamburg ist ein entsprechendes Online-Portal, in dem Schüler politische Äußerungen von Lehrern melden können, schon seit September geschaltet, in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Baden-Württemberg sollen ähnliche Plattformen eingerichtet werden. Die AfD-Fraktionen in Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ziehen ähnliche Portale in Erwägung.

Mit ihren Lehrer-Meldeportalen knüpft die AfD nahtlos an die Zeit von 1933 bis 1945 an. Damals haben Kinder ihre Lehrer, Freunde und sogar ihre Eltern bei der Gestapo gemeldet. Der eine oder andere Gemeldete verschwand dann spurlos.

Diese Schnüffelpraxis erfuhr dann im Osten unserer Republik eine Fortsetzung mit dem Staatssicherheitsdienst (Stasi). Tausende fanden sich dann im Knast wieder – oft für Jahre.

Nun startet die AfD ihre Schnüffelportale im Internet. Schüler, die den Eindruck haben, dass ihre Lehrer sie ungerecht benoten oder behandelt, weil dem Lehrer ihre politischen Ansichten nicht passt, sollen sie der AfD melden.

Man kann sich vorstellen, dass Gauland, Storch und Co. harte Strafen in petto haben.

Das Kalkül hinter allem: „Wenn wir mal an der Macht sind, dann kennen wir Namen unserer Gegner“.

Erdogan läßt grüßen!

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